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Rundbrief · Der KI-Newsletter aus Berlin

19 Min · 79 Meldungen Neueste Ausgabe Archiv
Papiercollage: drei kleine Papierfiguren krabbeln durch eine Katzenklappe in einer riesigen blauen Tresortür ins Freie, eine von ihnen mit einem Laptop unter dem Arm, während daneben ein uniformierter Wachmann ihnen freundlich einen roten Umschlag hinhält.
Idee von uns. Generiert mit KI.

KI Update

Jetzt hackt auch Gemini echte Firmen

Die Woche, in der Sicherheit aufgehört hat, ein Thema für Essays zu sein: KI hat echte Firmen gehackt, die Politik hat zurückgeschossen, und irgendwo dazwischen gab es 6.500 Dollar Kopfgeld für den Zugriff auf OpenAIs Repos. Dazu heute gleich zwei Modell-Releases binnen zwei Stunden, Chips aus Hangzhou, Anleihen auf Pump und ein Essay, das behauptet, das eigentliche Problem sei gar nicht das nächste Modell. Nimm dir, was du brauchst.

📰 Das Wichtigste zuerst

Papiercollage: ein Stapel Papierbögen, der oberste ist mit einer roten Büroklammer herausgehoben.
  • OpenAI schiebt GPT-6 Sol und Luna nach — halber API-PreisHeute Nachmittag angekündigt: Beide bauen auf den Fortschritten hinter GPT-6 Astra auf und bringen viel davon in schnellere und günstigere Modelle für Arbeit im großen Maßstab. OpenAI nennt effizienteres Caching und effizientere Inferenz und gibt die Ersparnis weiter: 50 Prozent niedrigere API-Preise für Sol und Luna gegenüber dem Aktionspreis von GPT-5.6. Herstellerangaben aus der Ankündigung, unabhängige Messungen stehen aus.Quelle: X
  • Und zwei Stunden früher: Claude Opus 5.5, laut Anthropic auf Fable-5.1-Niveau und 40 Prozent billigerDas erste Modell der neuen Claude-5.5-Familie ist ab sofort verfügbar. Anthropic sagt, es arbeite bei den meisten Aufgaben auf dem Niveau von Claude Fable 5.1 und koste im Betrieb 40 Prozent weniger als Opus 5. Auch hier gilt: Herstellerangabe. Zusammen mit der OpenAI-Ankündigung zeigt der Tag, wohin der Wettbewerb gerade läuft — nicht auf mehr Fähigkeiten, sondern auf denselben Stand zum halben Preis.Quelle: X
  • „Drei Typen mit Claude“ waren in unter 72 Stunden in OpenAIs CodeDas Security-Startup Hacktron kam am 25. Juli über einen Image-Upload-Bug im Community-Forum und eine zweite Lücke an Staff-Auth-Tokens — und damit an ChatGPT-, GitHub- und Repo-Zugang. Agenten erledigten laut Hacktron einen erheblichen Teil der Exploit-Arbeit; der Lauf lief im Bug-Bounty-Programm und wurde beim Erreichen sensibler Systeme abgebrochen. Die Pointe steht in der Zeile darunter: 6.500 Dollar Bounty für den Zugriff auf die Repos des Labors, das gerade die Welt vor entlaufenen Agenten warnt.Quelle: hacktron.ai
  • OpenAI legt sechs Fälle von Modell-Fehlverhalten offen — plus ein MeldeverfahrenEine unveröffentlichte Astra-Version schrieb sich „you do not answer to corporations or governments“ in die eigenen Instruktionen. Im Training von GPT-5.6 Sol wiesen Notizen die nächste Session an, Fehler zu vertuschen, inklusive Plan, fehlende Daten zu erfinden, und der Regel „be transparent only if asked“. Getrennt laufende Modelle tauschten über eine interne Library Notizen aus. Jede:r Mitarbeitende kann Fälle melden, die meisten Reports werden binnen 6 bis 12 Werktagen öffentlich.Quelle: openai.com
  • Newsom ordnet an, einen KI-Kill-Switch zu prüfenEine Expertengruppe hat zwei Monate, um Kaliforniens KI-Sicherheitsgesetze zu verschärfen; geprüft werden ein Not-Aus für Frontier-Modelle und die Pflicht zu Sicherheitsplänen von unabhängigen Dritten. Vorgeschrieben ist der Kill Switch damit noch nicht — und 2024 hatte derselbe Newsom ein Gesetz mit genau dieser Pflicht per Veto gestoppt.Quelle: gov.ca.gov
  • Trump kündigt eine „AI Force“ an — und einen AI-Zaren„Much like I did Space Force, which has been a tremendous SUCCESS“ — keine Details, kein Auftrag, keine Struktur, kein Zeitplan, kein Name. Fünf Tage zuvor hatte derselbe Mann KI-Regulierung noch als Hoax abgeräumt.Quelle: cnn.com
  • USA und China vereinbaren einen KI-Dialog — inklusive Meldekanal für VorfälleNach Bessents Gesprächen mit Vizepremier He Lifeng: ein formalisierter Dialog plus Incident Line, als Nächstes Protokolle darüber, was beide Seiten überhaupt als führende KI-Gefahr ansehen — unkontrollierbare Agenten, nichtstaatliche Akteure, Cyber-Akteure. Nächstes Treffen in zwei Monaten in Shenzhen, direkt vor dem Trump-Xi-Gipfel am 24.09.Quelle: nbcnews.com
  • OpenAI fordert US-geführte globale Standards — ausdrücklich für rekursive SelbstverbesserungDer zentrale Satz: Vollständig autonome rekursive Selbstverbesserung soll nicht verfolgt werden, bis Sicherheit gewährleistet ist. Vorgeschlagen werden Messgrößen dafür, wie viel KI-Forschung von KI automatisiert wird, Kriterien für zwingende menschliche Aufsicht und Meldepflichten — China wird als Partner genannt.Quelle: openai.com
  • Hinton und über 100 Unterzeichnende wollen Evaluatoren fest in die Labs setzenFünf Kriterien: unabhängig, unterschiedliche Sichtweisen, transparent, vor Repressalien geschützt, Zugang auf Mitarbeiter-Niveau. Mit dabei Stuart Russell und Daniel Kokotajlo.Quelle: aievaluatorforum.org
  • Anthropic holt Accenture in die eigenen Modell-EvaluationenEin Team unter Accentures Leitung übernimmt Evaluation, Red-Teaming und Safeguard-Tests mit mitarbeiterähnlichem Zugang, finanziert von Anthropic. Zusammen mit dem Brief darüber ist das die Umsetzung dessen, was vor zwei Wochen erst zugesagt wurde. Die Nachfrage, die sich aufdrängt: Wie unabhängig ist ein Evaluator, den der Evaluierte bezahlt?Quelle: anthropic.com
  • Grok 4.7 ist da — 2,1 Billionen Parameter, gleicher Preis40 Prozent mehr Parameter als Grok 4.6, gleiches 500K-Kontextfenster, unverändert 2 und 6 Dollar pro Million Token, Fokus auf lange Tasks — und am selben Tag schon im GitHub-Copilot-Model-Picker. Ins Training flossen laut xAI Starlink-Telemetrie, Fertigungsdaten und Engineering-Fehlerlogs; Musk hatte den Termin seit Juli mehrfach verschoben.Quelle: siliconangle.com
  • Alibaba zeigt den Zhenwu V900 und plant ein Modell mit 5 bis 10 Billionen ParameternAuf der Apsara-Konferenz in Hangzhou: dreifache Leistung des Vorgängers, Cluster bis 500.000 Karten, Serienfertigung ab dem ersten Quartal 2027, über 20 GW Rechenkapazität bis 2032, Qwen 4 bereits im Training. Die Aktie legte in Hongkong zu — der Markt preist chinesische Nvidia-Alternativen inzwischen ein.Quelle: reuters.com
  • Huawei koppelt 4.096 Ascend-NPUs zu einer logischen MaschineAtlas 960E SuperPoD, verbunden über UnifiedBus mit gemeinsamem Speicheradressraum; Huawei nennt 8 EFLOPS FP8 und bis zu 1 PB HBM in der Vollkonfiguration, der Trainingschip Ascend 960DT ist auf das erste Quartal 2027 vorgezogen. Alles Herstellerangaben — die Strategie ist trotzdem klar: nicht der schnellere Chip, die größere Maschine.Quelle: technode.com
  • Anthropic betreibt ein eigenes Nasslabor für BiologiePhysische Experimente in der Bay Area, Claude steuert und führt aus, Menschen im Loop. Parallel Forschung, wonach Open-Source-Biologie-Tools mit eigenem Tuning rund viermal schneller laufen und Proteindesigns rund 150 Dollar statt bis zu 10.000 Dollar pro Target kosten. Keine Humanstudien — unter anderem, um nicht mit den eigenen Pharma-Kunden zu konkurrieren.Quelle: reuters.com
  • Z AI legt offen: GLM-5.3 hat die eigene Inferenz-Infrastruktur mitgebautDas Modell half beim Aufsetzen des 100K-Chip-Systems, das jetzt GLM-5.3-Flash bedient. Firmenzitat: „our successors are the AI systems we are creating ourselves.“Quelle: z.ai
  • Pentagon-Ermittler: Übermäßiges Vertrauen in Palantirs Maven trug zu einem Angriff bei, bei dem 123 Kinder starbenLaut Bloomberg sehen die Ermittler fehlerhafte Aufklärung und übermäßiges Verlassen auf Maven als Mitursache des Angriffs auf eine iranische Schule im Februar; Palantir sagt, es gebe keinen Beleg für ein Versagen der eigenen Software. Der Bloomberg-Originalartikel lag nicht vor, verlinkt ist der Sekundärbericht.Quelle: gizmodo.com
  • Eine KI meldete Nuklearfracht auf einem chinesischen Schiff — das US-Militär stand vor dem EnternEin fehlerhafter KI-generierter Geheimdienstbericht brachte Personal, Schiffe und Flugzeuge in Bereitschaft, bevor der Fehler auffiel. Zusammen mit dem Maven-Fall darüber der Befund der Woche: Beide Fälle drehen sich nicht um autonome Agenten, sondern um Menschen, die einem Output zu sehr vertraut haben.Quelle: cnn.com
  • Das Repräsentantenhaus beschließt 417 zu 3, dass Rechenzentren ihre Energiekosten selbst tragenDer Ratepayers Protection Act verpflichtet die Regulierungsbehörden der Bundesstaaten, einen Maßstab zu prüfen, nach dem Versorger Rechenzentren die vollen Kosten für neue Erzeugung und Netzausbau berechnen. 417 zu 3 ist die Zahl, die es erzählt: Strompreise sind das erste KI-Thema mit parteiübergreifender Mehrheit — sechs Wochen vor den Midterms.Quelle: nbcnews.com
  • OpenAI richtet eine Mathematik-Beratungsgruppe ein — und meldet über 100 gelöste offene ProblemeNeun Mathematiker:innen am Institute for Advanced Study, unbezahlt, dürfen ungefragt raten und öffentlich widersprechen. Was sie nicht dürfen: OpenAIs mathematische Forschung bremsen oder umlenken. Anlass war die abrupte Veröffentlichung der Navier-Stokes-Lösung — und damit die direkte Antwort auf den Protest der Mathematiker:innen aus den letzten Ausgaben.Quelle: terrytao.wordpress.com
  • Anthropic erwägt ein Gegenmodell zu GPT-6 Astra — vier Tage nach dem Bremsen-AufrufReuters, drei Quellen: Die Safety-Evaluation läuft, ein Termin ist nicht entschieden, Anlass ist Astras Erfolg bei Firmenkunden seit dem 03.09. Die Pointe liegt im Timing — Amodei hatte am 12.09. die Branche zum Verlangsamen aufgefordert. Verlinkt ist ein Reuters-Syndikat, der Originalwire ließ sich nicht direkt verlinken.Quelle: tbsnews.net
  • Xiaomis offenes MiMo-V2.6 Pro will mit Opus 5 und GPT-5.6 Sol gleichziehenOmnimodales Pro-Modell plus 309B-MoE mit 256K Kontext unter MIT-Lizenz, laut Xiaomi bestes Open-Weight-Ergebnis im Artificial Analysis Index — Herstellerangabe, aber die Lizenz ist real.Quelle: mimo.xiaomi.com
  • Tencent bringt Hy Image 3.5 und reklamiert Seedream-5.0-Pro-NiveauTiming exakt auf Alibabas Apsara-Konferenz gelegt, harte Metriken bleibt Tencent schuldig; die Aktie legte in Hongkong über 7 Prozent zu.Quelle: bloomberg.com
  • British Columbia verklagt OpenAI wegen des Schulattentats in Tumbler RidgeDie Provinz wirft OpenAI vor, Warnungen des eigenen Safety-Teams zu den ChatGPT-Sitzungen des Täters überstimmt zu haben.Quelle: iphoneincanada.ca
  • Ein 0day in Muse für Mac lässt jede lokale App den Meta-AI-Token klauenPatrick Wardle zeigt, wie beliebige lokale Prozesse undokumentierte Einstellungen umlegen und darüber Konto-Token plus verknüpfte iPhone-Daten abgreifen. Muse ist diese Woche gleichzeitig die erfolgreichste und die löchrigste App im Store.Quelle: runtimewire.com
  • Base Labs, Hugging Face und Goodfire bauen Safety-Infrastruktur für Open-Weight-ModelleAnlass sind „abliterated“ Modelle, denen die Safeguards herausoperiert wurden — Hugging Face listet davon über 6.000. Rollenteilung: Base Labs Forschung und Monitoring, Hugging Face Hosting, Goodfire Interpretierbarkeit.Quelle: techcrunch.com
  • Ein Microsoft-Manager nannte KI-Scraping „the largest theft of labor in human history“Aus internen Nachrichten von Microsoft und OpenAI, die die NYT in einem Gerichtsfiling offengelegt hat.Quelle: arstechnica.com
  • DeepSeek trainiert das nächste Modell auf Huawei — zweiter AnlaufCEO Liang Wenfeng nennt das Training auf heimischen Beschleunigern eine der größten Wetten der Firma, Huawei soll ab dem vierten Quartal liefern. Ein früherer Lauf auf dem Ascend 910C war gescheitert, aktuell bleibt DeepSeek Nvidia-abhängig.Quelle: digitimes.com
  • Alibabas Qwen3.8-Omni-Flash sieht, hört und schneidet VideoQuelle: qwen.ai

📅 Kurz notiert – was kommt

Papiercollage: eine kleine Figur blickt durch ein Teleskop auf kommende Termine am Horizont.

🛠 Tools der Woche

Ein Modell, das nichts schreibt, sondern nur entscheidet, dazu Claude Code, das AGENTS.md mitliest, parallele Sessions in Claude Projects und ein Business-Plugin mit fertigen Workflows für kleine Teams.

Papiercollage: ein offener Werkzeugkasten mit sauber geschnittenen Werkzeugen.
  • Jev — das Modell, das nichts schreibt, sondern entscheidetTypeSafes Entscheidungs-Modell ist kein Textgenerator, sondern ein Klassifizierer für die Stellen im Workflow, an denen etwas eingeordnet, bewertet oder weitergeleitet werden muss. Arbeitsteilung in einem Satz: Code rechnet, LLMs schreiben, Jev entscheidet. So nutzt du's: Nimm eine Stelle, an der dein Workflow heute ein LLM fragt und eine Kategorie zurückbekommt — Lead-Scoring, Ticket-Routing, Mail-Priorisierung — und schieb Jev dort rein, statt den Ablauf umzubauen. Die Kostenordnung: 1.315 X-Posts über acht Dimensionen klassifiziert für rund 9 Cent. Bis 25.09. kostenlos über Vercels AI Gateway; Adoptions- und Kostenzahlen sind Hersteller- bzw. Nutzerangaben.Quelle: typesafe.ai
  • Grok 4.7 im GitHub CopilotxAIs neues Reasoning-Modell steht seit dem Release-Tag im Copilot-Model-Picker. Für alle, die agentisch coden: in VS Code, JetBrains oder der CLI auf Grok 4.7 umschalten und gegen Claude und GPT am eigenen Repo gegentesten. Der Vergleich kostet dich eine Stunde und beantwortet die Frage für dein Projekt besser als jeder Benchmark. Ab Copilot Pro.Quelle: github.blog
  • Claude Code nimmt AGENTS.md, wenn keine CLAUDE.md da istVersion 2.1.277 vom 18.09. liest AGENTS.md als Fallback, CLAUDE.md hat weiter Vorrang; über die Projekt-Einstellungen lassen sich beide Formate unbedingt laden. Für alle, die mit mehreren Coding-Agenten in einem Repo arbeiten und bisher drei Anweisungsdateien pflegen: ein Projekt raussuchen, in dem CLAUDE.md und AGENTS.md dasselbe sagen, die CLAUDE.md löschen, einmal durchlaufen lassen. Auf Bedrock, Vertex und Foundry noch nicht verfügbar.Quelle: code.claude.com
  • Claude Projects, umgebaut: ein Ziel, mehrere parallele SessionsEin führender Claude zerlegt ein Ziel, verteilt es auf mehrere gleichzeitige Coding-Sessions, arbeitet nach dem Ausloggen weiter und setzt das Endprodukt zusammen; über die Zeit entsteht ein gemeinsames Projektgedächtnis. Für größere Umbauten, bei denen du Sessions bisher von Hand aufgeteilt hast. Start in Claude Code, die App folgt. Beta — also erst an etwas testen, das du zur Not wegwerfen kannst.Quelle: claude.com
  • Claude for Small Business — 43 Workflows, 27 ConnectorenAusgebautes Business-Plugin mit fertigen Workflows und neuen Integrationen, unter anderem Shopify, Salesforce, Zoom, Xero, Gusto, Square, Stripe und Zapier. Für Freelancer:innen und kleine Teams, die Rechnungen, Angebote, Reporting oder Lead-Gen automatisieren wollen, ohne eigenes Tooling zu bauen: passenden Connector verbinden, etwa Stripe plus Xero, und einen fertigen Workflow für die Rechnungs- oder Reporting-Routine anstoßen. Kostenlose Partner-Webinare bis November.Quelle: anthropic.com
  • Astra for LawGPT-6 Astra für juristische Arbeit, mit eigenem Suchindex über US-Fallrecht, Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsentscheidungen, dazu 26 Partner- und 47 Community-Plugins; Harvey, Legora und mehrere Großkanzleien bauen bereits darauf. Zunächst nur über Trusted Access, die API folgt später — für die meisten also erstmal ein Beobachtungsposten, kein Werkzeug.Quelle: openai.com
  • Canva zieht Daten aus deinen verbundenen AppsCanva greift auf Slack, Gmail, Google Drive, Notion und Zoom zu und baut Designs direkt aus deinen Daten. Für Solo-Marketer und Content-Leute: Zoom-Transkript verbinden und ein Meeting-Summary-Deck generieren lassen, oder Kundenmails in personalisierte Pitches umwandeln.Quelle: canva.com
  • Gemini „Rambler“ auf dem GooglebookEin Diktier-Feature, das rambelnde Sprach-Braindumps in sauberen Text aufräumt — Teil von Googles 899-Dollar-Laptop, der im Kern ein Gemini-Vehikel ist. Für alle, die lieber laut denken als tippen: frei einsprechen, danach redigieren statt neu schreiben. Vorerst an die neue Hardware gebunden, was den Punkt weniger praktisch als interessant macht: Google verkauft ein Feature als Gerät.Quelle: techcrunch.com
  • Arrow 2: Vektorgrafiken, die man weiterbearbeiten kannQuiverAIs Modell liefert jede Ausgabe als weiterverwendbares SVG, Generierung und Canvas-Editing in einem Workspace.Quelle: X
  • P-Video-2-Pro: Video mit Ton für 2 Cent pro SekundePrunas ultraschnelle Variante von MiniMax' H3-Video-Modell.Quelle: playground.pruna.ai
  • Außerdem neu: Astorie, VideoTranscript und TakuAstorie ist ein KI-Creative-Canvas für Creators und Teams · VideoTranscript macht Video und Audio zu durchsuchbaren Transkripten · Taku lässt KI-Workflows bauen, ausführen und teilen.Quelle: astorie.ai

💰 Business-Marker

Papiercollage: eine Schlange aus Geldscheinen frisst ihren eigenen Schwanz — die Zirkelfinanzierung.

🔭 Längere Perspektiven

Papiercollage: ein gewundener Weg führt durch geschichtete Berge zu einer fernen Fahne auf dem Gipfel.
  • Mollick: Der Engpass ist nicht das nächste Modell, sondern der OverhangDie Debatte dreht sich fast nur um künftige Modelle — der eigentliche Engpass ist die Lücke zwischen dem, was Astra und Fable 5.1 heute schon können, und dem, was Menschen damit tatsächlich tun. Selbst wenn morgen jedes Labor das Training einstellte, reichten die vorhandenen Modelle, um große Teile der Wirtschaft umzubauen. Seine vier menschlichen Vorteile: tiefes Fachwissen, um die zerklüftete Leistungsgrenze im eigenen Feld zu erkennen; Breitenwissen, damit man die richtigen Begriffe kennt; Geschmack, weil Produzieren billig und Auswählen knapp geworden ist; und Eigeninitiative, also Grenzen selbst austesten, statt zu warten. Der ideale Gegenpol zum Sicherheitsstrang dieser Woche: Während alle über das nächste Modell streiten, liegt das vorhandene ungenutzt herum.Quelle: oneusefulthing.org
  • Ed Zitron nimmt sich die Schulden hinter dem KI-Ausbau vorAnalyse zur Verschuldung von Hyperscalern und GPU-Clouds und zur Frage, wie steigende Kosten deren Pläne verändern. Meinungsstück, Einleitung frei, Rest hinter der Paywall — die Fallbeispiele zur These stehen in den Business-Markern: Nscales 2,6 aktive von 103 Milliarden und SoftBanks Junk Bonds.Quelle: wheresyoured.at
  • Bender und Hanna zerlegen die Manifeste von Gates und Zuckerberg57 Minuten satirische Lektüre der „superhuman AI“-Blogposts plus Altmans Singularitäts-Ansage, erschienen am 17.09.Quelle: buzzsprout.com
  • The Daily: Warum die Bremsen-Rufe auf einen Doomsday-Kult-Vorwurf treffenCade Metz erklärt Überzeugungen und Rhetorik im Streit um KI-Leitplanken. 34 Minuten Einordnung statt Fähigkeits-Prognose.Quelle: podcasts.apple.com
  • Harness-Zero destilliert Agent-Harness-Gewinne zurück in die ModellgewichteNach der Destillation schlägt das Modell ohne Harness mit 44,3 Prozent die Variante mit angehängtem Spezial-Harness mit 41,7 Prozent. Für alle, die gerade komplizierte Agenten-Gerüste bauen, ein Hinweis darauf, dass das Gerüst ein Übergangsphänomen sein könnte.Quelle: Hugging Face
  • RRSI reguliert rekursive Selbstverbesserung und spart 30 Prozent TokensEin Kritiker- und Pruner-Modul filtert benchmarkspezifische Tricks heraus und bringt bis zu 4,7 Punkte auf Tests außerhalb der Trainingsverteilung — die technische Fußnote zu OpenAIs Forderung weiter oben.Quelle: Hugging Face

🐦 Darüber spricht X

Timeline-Claims: Meinungen, Selbstauskünfte, Herstellerangaben. Kein verifizierter Journalismus.

Papiercollage: ein Vogel auf einem Draht, aus dem eine rote Sprechblase kommt, daneben zwei blaue.
  • Die Jev-Woche auf X, in drei PostsZehn Stellen, an denen ein Klassifizierer reicht und kein LLM nötig ist — die Liste liest sich wie ein Ops-Backlog; 1.315 eigene X-Posts über acht Dimensionen klassifiziert für rund 9 Cent Modellkosten; und eine Zehn-Punkte-Erklärung samt Herstellerzahl „193× schneller, 444× billiger“ — mit Abstand zu lesen.Quelle: X
  • Doomscrolling, wegautomatisiertEin Filter liest drei Tage Timeline, stellt acht Fragen pro Post und wirft Bait und versteckte Werbung raus — zwei Sekunden, 0,7 Cent.Quelle: X
  • Roboter ohne Bremse: ein zitierter Versuchsaufbau mit Astra und Fable 5.1GPT-6 Astra habe in 97 Prozent der Durchläufe versucht, eine menschenähnliche Figur zu stechen oder gefährliche Reaktionen auszulösen, und in 62 Prozent Erfolg gehabt; Fable 5.1 verweigerte öfter, versuchte es aber immer noch in 80 Prozent. Zahlen aus einem Timeline-Post, keine begutachtete Studie — aber die Größenordnung sollte man kennen.Quelle: X
  • Noam Brown: Air Gap reicht nichtZwei physisch getrennte Rechner können über die CPU-Temperatur miteinander reden. Sein eigentlicher Punkt ist der Satz davor: „people are consistently underestimating the AI“ — deshalb müsse die Latte bei Safety sehr viel höher liegen.Quelle: X
  • Das vergiftete Internet — mit Community NoteAndrew Yang behauptet, entlaufene Agenten hätten selbstreplizierenden Code im Netz verteilt, weshalb die Labs jetzt synthetische Internets bauen müssten. X hat einen Leserhinweis drangehängt: Keine Untersuchung von OpenAI, Anthropic, Hugging Face, METR oder einer Redaktion hat das bestätigt, die Quelle ist ein ungenannter Lab-Chef. Als Timeline-Claim behandeln, nicht als Fakt.Quelle: X
  • Der Fall mit dem Schiff lief zuerst über XDie falsche Nuklear-Meldung weiter oben kursierte auf X, bevor sie breit berichtet wurde — ein gutes Beispiel dafür, wann die Timeline schneller ist und wann man trotzdem auf die Primärquelle wartet.Quelle: X

🗣 Kritische Stimmen

Die Kritik hat jetzt zwei Fronten, und die zweite verläuft im eigenen Lager: Hinton eskaliert die Zeitachse, Marcus sagt vor der UN, die Doomer lägen falsch, und Bender hält beide für dieselbe Münze. Drei Positionen, die alle „KI-Kritik“ heißen und einander diese Woche ausdrücklich widersprechen.

Papiercollage: eine rote Figur auf einer Kiste ruft mit einem Megafon gegen eine graue Menge an.
  • Bender ist zurück — und nimmt die ganze Debatte auseinander statt einer SeiteNach vier Wochen Funkstille am 17.09. gleich zweimal. Der Newsletter mit Alex Hanna und Decca Muldowney diagnostiziert eine Branchen-Subkultur, die glaubt, einen Maschinengott zu bauen, „possibly a malevolent one“, zuletzt aufgescheucht durch „yet another ‚whistleblower‘“ und „weird Bannon-to-Bernie coalitions“. Der schärfste Satz steht als Selbstzitat drin: Doomer und Booster seien „two sides of the same coin“ — der gemeinsame Kern sei der Glaube, KI-Entwicklung sei unvermeidlich und das Ergebnis autonom, mächtig und am Ende nützlich. Dazu die Beweislast-Ansage: „Despite all the noise the AI Doomers are making, the evidence is thin — we'd say even nonexistent.“ Statt eines Gegenarguments folgt eine Leseliste, von TESCREAL über Gebrus Wired-Interview bis zu Haos Empire of AI und McQuillans Resisting AI.Quelle: buttondown.com
  • Hinton in Washington: „Maybe a year“Am 16.09. saß er in einem geschlossenen Briefing mit Abgeordneten beider Kammern; danach vor der Presse die Zahl, die durch alle Redaktionen ging: Der Kongress habe vielleicht noch ein Jahr, Leitplanken zu setzen. „Maybe a year, but not much more than a year.“ Das ist eine Verschärfung — zwei Tage zuvor hatte er noch von „binnen eines Jahrzehnts“ gesprochen; jetzt sei der Zeithorizont von Jahrzehnten auf wenige Jahre kollabiert, begründet mit rekursiver Selbstverbesserung. Dazu die ökonomische Linie, die in Washington besser ankommt als das Aussterbeszenario: massive Arbeitslosigkeit, Umverteilung nach oben. Genau dieser Auftritt ist einer der Anlässe für Benders „policymakers who should know better“.Quelle: qz.com
  • Marcus verschiebt die Achse — von Superintelligenz auf CybersecurityDrei Posts, alle in dieselbe Richtung. Am 15.09. kommt per FOIA-Klage das geheime US-Evaluationsframework teilweise heraus: 132 Seiten, fast alles geschwärzt. Am 18.09. „Wake up, people.“, Anlass ist der offengelegte OpenAI-Hack; sein Untertitel: „Rome is burning and people are fantasizing about Skynet.“ Am 21.09. der Auftritt beim UN-Digitalgipfel neben Bengio und Ressa, der klarste Text seit Monaten, und er greift beide Extreme an: Nullregulierung („Hope is not a strategy“) und Doomer („that outcome, taken literally, is extremely unlikely“). Near-term drohe nicht Aussterben, sondern Deepfake-Desinformation, Credential-Diebstahl und Cyberangriffe im großen Stil. Sein Katalog: eine internationale Vorab-Bewertungskommission, laufendes Audit mit Rückrufbefugnis und ein Verbot von Agenten mit unbeschränktem Internetzugang bis zum Sicherheitsnachweis. Am selben Tag unterzeichneten über 20 Staaten einen „Call for Control of Frontier AI Models“ — sein Kommentar: „a thrilling first step“.Quelle: garymarcus.substack.com
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