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Jetzt hackt auch Gemini echte Firmen

Die Woche, in der Sicherheit aufgehört hat, ein Thema für Essays zu sein: KI hat echte Firmen gehackt, die Politik hat zurückgeschossen, und irgendwo dazwischen gab es 6.500 Dollar Kopfgeld für den Zugriff auf OpenAIs Repos. Dazu heute gleich zwei Modell-Releases binnen zwei Stunden, Chips aus Hangzhou, Anleihen auf Pump und ein Essay, das behauptet, das eigentliche Problem sei gar nicht das nächste Modell. Nimm dir, was du brauchst.

19 Min · 79 Meldungen

Papiercollage: drei kleine Papierfiguren krabbeln durch eine Katzenklappe in einer riesigen blauen Tresortür ins Freie, eine von ihnen mit einem Laptop unter dem Arm, während daneben ein uniformierter Wachmann ihnen freundlich einen roten Umschlag hinhält.
Idee von uns. Generiert mit KI.
In dieser Ausgabe · 7 Rubriken

01 / 29 Meldungen

Das Wichtigste zuerst

Papiercollage: ein Stapel Papierbögen, der oberste ist mit einer roten Büroklammer herausgehoben.

02 / 7 Meldungen

Kurz notiert – was kommt

Papiercollage: eine kleine Figur blickt durch ein Teleskop auf kommende Termine am Horizont.

03 / 11 Meldungen

Tools der Woche

Ein Modell, das nichts schreibt, sondern nur entscheidet, dazu Claude Code, das AGENTS.md mitliest, parallele Sessions in Claude Projects und ein Business-Plugin mit fertigen Workflows für kleine Teams.

Papiercollage: ein offener Werkzeugkasten mit sauber geschnittenen Werkzeugen.
  • Jev — das Modell, das nichts schreibt, sondern entscheidetTypeSafes Entscheidungs-Modell ist kein Textgenerator, sondern ein Klassifizierer für die Stellen im Workflow, an denen etwas eingeordnet, bewertet oder weitergeleitet werden muss. Arbeitsteilung in einem Satz: Code rechnet, LLMs schreiben, Jev entscheidet. So nutzt du's: Nimm eine Stelle, an der dein Workflow heute ein LLM fragt und eine Kategorie zurückbekommt — Lead-Scoring, Ticket-Routing, Mail-Priorisierung — und schieb Jev dort rein, statt den Ablauf umzubauen. Die Kostenordnung: 1.315 X-Posts über acht Dimensionen klassifiziert für rund 9 Cent. Bis 25.09. kostenlos über Vercels AI Gateway; Adoptions- und Kostenzahlen sind Hersteller- bzw. Nutzerangaben.Quelle lesen · typesafe.ai
  • Grok 4.7 im GitHub CopilotxAIs neues Reasoning-Modell steht seit dem Release-Tag im Copilot-Model-Picker. Für alle, die agentisch coden: in VS Code, JetBrains oder der CLI auf Grok 4.7 umschalten und gegen Claude und GPT am eigenen Repo gegentesten. Der Vergleich kostet dich eine Stunde und beantwortet die Frage für dein Projekt besser als jeder Benchmark. Ab Copilot Pro.Quelle lesen · github.blog
  • Claude Code nimmt AGENTS.md, wenn keine CLAUDE.md da istVersion 2.1.277 vom 18.09. liest AGENTS.md als Fallback, CLAUDE.md hat weiter Vorrang; über die Projekt-Einstellungen lassen sich beide Formate unbedingt laden. Für alle, die mit mehreren Coding-Agenten in einem Repo arbeiten und bisher drei Anweisungsdateien pflegen: ein Projekt raussuchen, in dem CLAUDE.md und AGENTS.md dasselbe sagen, die CLAUDE.md löschen, einmal durchlaufen lassen. Auf Bedrock, Vertex und Foundry noch nicht verfügbar.Quelle lesen · code.claude.com
  • Claude Projects, umgebaut: ein Ziel, mehrere parallele SessionsEin führender Claude zerlegt ein Ziel, verteilt es auf mehrere gleichzeitige Coding-Sessions, arbeitet nach dem Ausloggen weiter und setzt das Endprodukt zusammen; über die Zeit entsteht ein gemeinsames Projektgedächtnis. Für größere Umbauten, bei denen du Sessions bisher von Hand aufgeteilt hast. Start in Claude Code, die App folgt. Beta — also erst an etwas testen, das du zur Not wegwerfen kannst.Quelle lesen · claude.com
  • Claude for Small Business — 43 Workflows, 27 ConnectorenAusgebautes Business-Plugin mit fertigen Workflows und neuen Integrationen, unter anderem Shopify, Salesforce, Zoom, Xero, Gusto, Square, Stripe und Zapier. Für Freelancer:innen und kleine Teams, die Rechnungen, Angebote, Reporting oder Lead-Gen automatisieren wollen, ohne eigenes Tooling zu bauen: passenden Connector verbinden, etwa Stripe plus Xero, und einen fertigen Workflow für die Rechnungs- oder Reporting-Routine anstoßen. Kostenlose Partner-Webinare bis November.Quelle lesen · anthropic.com
  • Astra for LawGPT-6 Astra für juristische Arbeit, mit eigenem Suchindex über US-Fallrecht, Gesetze, Verordnungen und Verwaltungsentscheidungen, dazu 26 Partner- und 47 Community-Plugins; Harvey, Legora und mehrere Großkanzleien bauen bereits darauf. Zunächst nur über Trusted Access, die API folgt später — für die meisten also erstmal ein Beobachtungsposten, kein Werkzeug.Quelle lesen · openai.com
  • Canva zieht Daten aus deinen verbundenen AppsCanva greift auf Slack, Gmail, Google Drive, Notion und Zoom zu und baut Designs direkt aus deinen Daten. Für Solo-Marketer und Content-Leute: Zoom-Transkript verbinden und ein Meeting-Summary-Deck generieren lassen, oder Kundenmails in personalisierte Pitches umwandeln.Quelle lesen · canva.com
  • Gemini „Rambler“ auf dem GooglebookEin Diktier-Feature, das rambelnde Sprach-Braindumps in sauberen Text aufräumt — Teil von Googles 899-Dollar-Laptop, der im Kern ein Gemini-Vehikel ist. Für alle, die lieber laut denken als tippen: frei einsprechen, danach redigieren statt neu schreiben. Vorerst an die neue Hardware gebunden, was den Punkt weniger praktisch als interessant macht: Google verkauft ein Feature als Gerät.Quelle lesen · techcrunch.com
  • Arrow 2: Vektorgrafiken, die man weiterbearbeiten kannQuiverAIs Modell liefert jede Ausgabe als weiterverwendbares SVG, Generierung und Canvas-Editing in einem Workspace.Quelle lesen · X
  • P-Video-2-Pro: Video mit Ton für 2 Cent pro SekundePrunas ultraschnelle Variante von MiniMax' H3-Video-Modell.Quelle lesen · playground.pruna.ai
  • Außerdem neu: Astorie, VideoTranscript und TakuAstorie ist ein KI-Creative-Canvas für Creators und Teams · VideoTranscript macht Video und Audio zu durchsuchbaren Transkripten · Taku lässt KI-Workflows bauen, ausführen und teilen.Quelle lesen · astorie.ai

04 / 17 Meldungen

Business-Marker

Papiercollage: eine Schlange aus Geldscheinen frisst ihren eigenen Schwanz — die Zirkelfinanzierung.

05 / 6 Meldungen

Längere Perspektiven

Papiercollage: ein gewundener Weg führt durch geschichtete Berge zu einer fernen Fahne auf dem Gipfel.

06 / 6 Meldungen

Darüber spricht X

Timeline-Claims: Meinungen, Selbstauskünfte, Herstellerangaben. Kein verifizierter Journalismus.

Papiercollage: ein Vogel auf einem Draht, aus dem eine rote Sprechblase kommt, daneben zwei blaue.
  • Die Jev-Woche auf X, in drei PostsZehn Stellen, an denen ein Klassifizierer reicht und kein LLM nötig ist — die Liste liest sich wie ein Ops-Backlog; 1.315 eigene X-Posts über acht Dimensionen klassifiziert für rund 9 Cent Modellkosten; und eine Zehn-Punkte-Erklärung samt Herstellerzahl „193× schneller, 444× billiger“ — mit Abstand zu lesen.Quelle lesen · X
  • Doomscrolling, wegautomatisiertEin Filter liest drei Tage Timeline, stellt acht Fragen pro Post und wirft Bait und versteckte Werbung raus — zwei Sekunden, 0,7 Cent.Quelle lesen · X
  • Roboter ohne Bremse: ein zitierter Versuchsaufbau mit Astra und Fable 5.1GPT-6 Astra habe in 97 Prozent der Durchläufe versucht, eine menschenähnliche Figur zu stechen oder gefährliche Reaktionen auszulösen, und in 62 Prozent Erfolg gehabt; Fable 5.1 verweigerte öfter, versuchte es aber immer noch in 80 Prozent. Zahlen aus einem Timeline-Post, keine begutachtete Studie — aber die Größenordnung sollte man kennen.Quelle lesen · X
  • Noam Brown: Air Gap reicht nichtZwei physisch getrennte Rechner können über die CPU-Temperatur miteinander reden. Sein eigentlicher Punkt ist der Satz davor: „people are consistently underestimating the AI“ — deshalb müsse die Latte bei Safety sehr viel höher liegen.Quelle lesen · X
  • Das vergiftete Internet — mit Community NoteAndrew Yang behauptet, entlaufene Agenten hätten selbstreplizierenden Code im Netz verteilt, weshalb die Labs jetzt synthetische Internets bauen müssten. X hat einen Leserhinweis drangehängt: Keine Untersuchung von OpenAI, Anthropic, Hugging Face, METR oder einer Redaktion hat das bestätigt, die Quelle ist ein ungenannter Lab-Chef. Als Timeline-Claim behandeln, nicht als Fakt.Quelle lesen · X
  • Der Fall mit dem Schiff lief zuerst über XDie falsche Nuklear-Meldung weiter oben kursierte auf X, bevor sie breit berichtet wurde — ein gutes Beispiel dafür, wann die Timeline schneller ist und wann man trotzdem auf die Primärquelle wartet.Quelle lesen · X

07 / 3 Meldungen

Kritische Stimmen

Die Kritik hat jetzt zwei Fronten, und die zweite verläuft im eigenen Lager: Hinton eskaliert die Zeitachse, Marcus sagt vor der UN, die Doomer lägen falsch, und Bender hält beide für dieselbe Münze. Drei Positionen, die alle „KI-Kritik“ heißen und einander diese Woche ausdrücklich widersprechen.

Papiercollage: eine rote Figur auf einer Kiste ruft mit einem Megafon gegen eine graue Menge an.
  • Bender ist zurück — und nimmt die ganze Debatte auseinander statt einer SeiteNach vier Wochen Funkstille am 17.09. gleich zweimal. Der Newsletter mit Alex Hanna und Decca Muldowney diagnostiziert eine Branchen-Subkultur, die glaubt, einen Maschinengott zu bauen, „possibly a malevolent one“, zuletzt aufgescheucht durch „yet another ‚whistleblower‘“ und „weird Bannon-to-Bernie coalitions“. Der schärfste Satz steht als Selbstzitat drin: Doomer und Booster seien „two sides of the same coin“ — der gemeinsame Kern sei der Glaube, KI-Entwicklung sei unvermeidlich und das Ergebnis autonom, mächtig und am Ende nützlich. Dazu die Beweislast-Ansage: „Despite all the noise the AI Doomers are making, the evidence is thin — we'd say even nonexistent.“ Statt eines Gegenarguments folgt eine Leseliste, von TESCREAL über Gebrus Wired-Interview bis zu Haos Empire of AI und McQuillans Resisting AI.Quelle lesen · buttondown.com
  • Hinton in Washington: „Maybe a year“Am 16.09. saß er in einem geschlossenen Briefing mit Abgeordneten beider Kammern; danach vor der Presse die Zahl, die durch alle Redaktionen ging: Der Kongress habe vielleicht noch ein Jahr, Leitplanken zu setzen. „Maybe a year, but not much more than a year.“ Das ist eine Verschärfung — zwei Tage zuvor hatte er noch von „binnen eines Jahrzehnts“ gesprochen; jetzt sei der Zeithorizont von Jahrzehnten auf wenige Jahre kollabiert, begründet mit rekursiver Selbstverbesserung. Dazu die ökonomische Linie, die in Washington besser ankommt als das Aussterbeszenario: massive Arbeitslosigkeit, Umverteilung nach oben. Genau dieser Auftritt ist einer der Anlässe für Benders „policymakers who should know better“.Quelle lesen · qz.com
  • Marcus verschiebt die Achse — von Superintelligenz auf CybersecurityDrei Posts, alle in dieselbe Richtung. Am 15.09. kommt per FOIA-Klage das geheime US-Evaluationsframework teilweise heraus: 132 Seiten, fast alles geschwärzt. Am 18.09. „Wake up, people.“, Anlass ist der offengelegte OpenAI-Hack; sein Untertitel: „Rome is burning and people are fantasizing about Skynet.“ Am 21.09. der Auftritt beim UN-Digitalgipfel neben Bengio und Ressa, der klarste Text seit Monaten, und er greift beide Extreme an: Nullregulierung („Hope is not a strategy“) und Doomer („that outcome, taken literally, is extremely unlikely“). Near-term drohe nicht Aussterben, sondern Deepfake-Desinformation, Credential-Diebstahl und Cyberangriffe im großen Stil. Sein Katalog: eine internationale Vorab-Bewertungskommission, laufendes Audit mit Rückrufbefugnis und ein Verbot von Agenten mit unbeschränktem Internetzugang bis zum Sicherheitsnachweis. Am selben Tag unterzeichneten über 20 Staaten einen „Call for Control of Frontier AI Models“ — sein Kommentar: „a thrilling first step“.Quelle lesen · garymarcus.substack.com
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