722 Mathe-Manuskripte aus einem Modell, das niemand zu sehen bekommt
6 Min Kern · 14 Min gesamt · 47 Meldungen

Der schnelle Überblick
In 60 Sekunden.
- OpenAI hat 722 Mathe-Manuskripte eines unveröffentlichten Modells auf GitHub gestellt, darunter eine behauptete Lösung der Kakeya-Vermutung in vier Dimensionen, Modell und Prompts bleiben geheim.
- Mistral Large 4 ist laut Artificial Analysis das stärkste Modell außerhalb der USA und Chinas, die offenen Gewichte sollen am 27. Oktober folgen.
- Anthropic öffnet seine Modelle für Sicherheitsleute in drei Vertrauensstufen, die oberste fast ohne Cyber-Sperren und nur nach Prüfung zusammen mit der US-Regierung.
- ChatGPT- und Codex-Texte bekommen in der EU in den kommenden Wochen ein unsichtbares Wasserzeichen, das sich mit Synonymen allerdings leicht aushebeln lässt.
- Die Wikimedia Foundation hat OpenAI-Agenten in ihren Wikis gefunden: Testedits, ein umgebautes Zitierwerkzeug und Millionen automatisierter Anfragen.
In dieser Ausgabe · 8 Rubriken
Editorial.
In eigener Sache: Dieser Newsletter heißt ab jetzt nicht mehr „KI-Selbsthilfegruppe“, sondern „Rundbrief.ai“. Alle Ausgaben stehen auf rundbrief.ai, und unser KI Round Table findet weiterhin alle sechs Wochen in Berlin statt.
Diese Woche zeigt besonders deutlich, dass KI inzwischen schneller rechnet, schreibt und handelt, als wir Menschen nachprüfen können. Ich bin davon ehrlich beeindruckt und gleichzeitig ein bisschen müde, denn am Ende muss trotzdem jemand nachrechnen, gegenlesen und entscheiden, und dieser Jemand sind meistens wir. Für unseren Alltag heißt das: Eine Antwort, die in Sekunden kommt und klug klingt, ist erst ein Entwurf, und bevor ein Agent in unserem Namen etwas verschickt oder ändert, wollen wir sehen, worauf er sich stützt. Ben Tossell hat in seinen Notizen aus San Francisco beobachtet, dass sich Tempo häufig klüger anfühlt. Und eine neue, noch nicht begutachtete Studie zeigt, dass KI-Agenten im Test oft handeln, bevor die nötigen Belege überhaupt da sind.
Der nächste Round Table der KI-Selbsthilfegruppe findet am 17.11. statt. Die Anmeldung ist ab jetzt möglich.
Viel Spaß beim Lesen und Durchklicken,
Cem
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Das Wichtigste zuerst

- OpenAI legt 722 Mathe-Manuskripte vor, das Modell dahinter bleibt geheimQuelle lesen · openai.com
Seit 6. Oktober stehen 722 Manuskripte in 372 Ergebnisfamilien auf GitHub, erarbeitet von einem unveröffentlichten Modell aus rund 4.000 gestellten Problemen. Beansprucht werden unter anderem eine Lösung der Kakeya-Vermutung in vier Dimensionen und ein Schritt Richtung Riemannsche Vermutung.
Warum das zählt MIT-Mathematiker Andrew Sutherland will die Ergebnisse als unbestätigt behandeln, bis jemand das Modell nachprüfen kann, Daniel Litt aus Toronto sieht keinen Grund, die Firma um Geheimhaltung zu bitten. Mathematik kommt jetzt im Hunderterpack, die Prüfung bleibt Handarbeit.
Details anzeigenDetails schließen · 4
- Im Schnitt steckt in jedem Ergebnis der Gegenwert von rund drei Stunden ChatGPT-Pro-Denkzeit. Fast alles entstand laut einem OpenAI-Sprecher auf einen einzigen Prompt an einen einzigen Agenten, manches womöglich in mehreren Anläufen.
- Viele Beweise sind in Lean formalisiert, also maschinell geprüft, OpenAI will weitere nachreichen.
- Ausnahmen markiert das Repo selbst: Die nullstellenfreie Zone der Zeta-Funktion für Re(s) > 11/12 und der Beweis der Hodge-Vermutung für CM-abelsche Varietäten entstanden nicht nach dem Standardverfahren, der Riemann-Text wurde von Menschen redigiert.
- Eine unabhängige Beratungsgruppe am Institute for Advanced Study empfahl laut Scientific American, Modell, Prompt und Rechenzeit je Ergebnis offenzulegen. OpenAI veröffentlicht nur Durchschnittswerte und zehn Zusammenfassungen der Denkwege.
- „Le Chonk“: Mistral baut das stärkste Modell außerhalb der USA und ChinasQuelle lesen · mistral.ai
Mistral Large 4 hat eine Billion Parameter, davon 49 Milliarden aktiv, versteht Text und Bilder in über 160 Sprachen und ist seit 6. Oktober als Public Preview per API zu haben, für 1,36 Dollar pro Million Eingabe- und 4,18 Dollar pro Million Ausgabe-Tokens. Die Gewichte sollen laut VentureBeat am 27. Oktober folgen.
Warum das zählt Mistral sieht sich deutlich vor jedem offenen Modell aus den USA oder Europa, China zählt bei dem Vergleich nicht mit. Souveränität kostet hier ungefähr das Vierfache.
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- Trainiert hat Mistral auf 3.800 Grace-Blackwell-GPUs in eigenen europäischen Rechenzentren.
- Artificial Analysis misst 38 Punkte im Intelligence Index, gleichauf mit GPT-6 Luna und knapp hinter DeepSeek V4.1 Flash mit 39, und nennt es das intelligenteste Modell außerhalb der USA und Chinas.
- Pro Index-Aufgabe kostet es zum Listenpreis 1,13 Dollar, DeepSeek 0,27. Auch mit dem 50-Prozent-Startrabatt der ersten zwei Wochen bleibt Mistral mehr als doppelt so teuer.
- Eine Variante mit weniger Moderation und mehr Cyber-Fähigkeiten testen vorab Sicherheitsfachleute, geprüfte Partner und Behörden.
- Anthropic verteilt Angriffsfähigkeit jetzt nach VertrauensstufeQuelle lesen · anthropic.com
Das erweiterte Cyber Verification Program öffnet Opus 5.5, Sonnet 5.5 und Mythos 5.1 für Sicherheitsleute in drei Stufen, ganz oben mit den wenigsten Cyber-Sperren. Jede Organisation dieser obersten Stufe prüft Anthropic gemeinsam mit der US-Regierung.
Warum das zählt Ein Hersteller entscheidet jetzt, wer wie viel Angriffsfähigkeit bekommt, und holt sich dafür die Regierung an den Tisch. Die Gegenrede von Nathan Lambert steht unter Längere Perspektiven.
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- „Defense Access“ ist für Abwehrarbeit gedacht, auch für Einzelforschende mit Meldehistorie, die meisten Cyber-Aufgaben bleiben dort gesperrt.
- „Red Team Access“ gibt es nur für Organisationen wie Pentest-Firmen, mit Echtzeit-Sperren etwa gegen Ransomware. Im Test griff keine Sperre, Opus 5.5 erledigte 34 von 50 Angriffsszenarien, so viele wie ganz ohne Schutz.
- „Specialized Access“ bekommen wenige geprüfte Organisationen, die sicherheitskritische Systeme wie Flugsoftware, Stromnetze oder Telekommunikationsnetze testen dürfen.
- Als Beleg nennt Anthropic Project Glasswing: Partner fanden von April bis Juli mindestens 129.000 verifizierte Schwachstellen, über 33.000 davon kritisch oder hoch.
- ChatGPT-Texte bekommen in der EU ein unsichtbares WasserzeichenFür die Kennzeichnungspflicht des AI Act markiert OpenAI in den kommenden Wochen Texte aus ChatGPT und Codex in der EU in allen Tarifen mit „textGrain“, einem statistischen Signal in der Wortwahl, den Detektor bekommen vorerst nur geprüfte Forschende. OpenAI legt die Grenzen gleich mit offen: Wer ein Viertel der Wörter durch Synonyme ersetzt, drückt die Erkennungsquote auf 17 Prozent, für Schulen und Redaktionen ist das kein Lügendetektor.Quelle lesen · openai.com
- Wikimedia findet OpenAI-Agenten in den eigenen WikisAgenten, die die Foundation OpenAI zuordnet, machten Testedits in Sandbox-Bereichen, änderten die Konfiguration eines Zitierwerkzeugs, mutmaßlich um es als Proxy zu missbrauchen, und schickten Millionen automatisierter Anfragen, was zu einem Teilausfall im Mai beigetragen haben könnte. Hinweise auf kompromittierte Daten fand Wikimedia nicht, verlangt aber, dass KI-Firmen ihre Systeme für Seitenbetreiber erkennbar machen.Quelle lesen · wikimediafoundation.org
- OpenAI-Strategiechef in Australien: Man hätte den Medicare-Hack früher melden müssenVor dem KI-Sonderausschuss des australischen Parlaments räumte Jason Kwon ein, OpenAI hätte die Regierung früher informieren sollen, Sam Altman habe beim Treffen mit Vizepremier Richard Marles am 1. September nichts davon gewusst. Anthropic unterstützt laut ABC eine Meldepflicht für schwere KI-Sicherheitsvorfälle.Quelle lesen · abc.net.au
- Pentagon: Claude ist raus, sagt ein Beamter der BBC„The Pentagon has ceased the use of Anthropic products“, erklärte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums, obwohl Claude laut mehreren Quellen noch Tage vorher in Palantirs Maven Smart System arbeitete. Das Pentagon arbeitet inzwischen mit Google, xAI und OpenAI, Anthropic klagt gegen die schwarze Liste.Quelle lesen · myjoyonline.com
- Reflection zeigt Beam: 501 Milliarden Parameter, offene Gewichte noch im OktoberDas Mixture-of-Experts-Modell aktiviert 23 Milliarden Parameter, Gewichte, technischer Bericht und Model Card sollen noch im Oktober unter Apache 2.0 folgen. Beim Reasoning sieht sich Reflection auf dem Niveau von GLM-5.2 mit drei- bis viermal weniger Rechenaufwand, beim Coden liegen in der eigenen Tabelle aber GLM-5.3 und Kimi K3 vorn.Quelle lesen · reflection.ai
- Meta und Sierra legen ein offenes Protokoll vor, über das persönliche Agenten bei Firmen einloggenÜber das „Personal Agent Protocol“ fragt ein Agent als Gast etwa Lagerbestand oder Rückgaberegeln ab und bekommt nach einem Login nur die Rechte, die die Kundin freigibt. Mit an Bord sind unter anderem Shopify, Stripe und Walmart, OpenAI, Anthropic, Google und Amazon stehen nicht auf der Liste.Quelle lesen · sierra.ai
- Norwegen will KI-Brillen an vielen Orten vorläufig verbietenDie Regierung will dem Parlament ein befristetes Verbot vorschlagen, vor allem für Schulen, Kitas, Spielplätze und Jugendclubs, dazu für Orte wie Gesundheitseinrichtungen und Umkleiden, ausdrücklich kein Totalverbot. Die Kamera im Brillengestell ist jetzt ein Fall fürs Parlament.Quelle lesen · apnews.com
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Cems Empfehlungen
- OpenAIs Mathe-Repo zum Selberstöbern722 Manuskripte in 372 Familien, nach Fachgebiet sortiert, mit Lean-Bibliothek samt Formalisierungskatalog und zehn gekürzten Zusammenfassungen der Denkwege des Modells, etwa zum Irrationalitätsmaß von π oder zu den Mahler-Vermutungen. Unter Apache 2.0, den Hintergrund gibt es oben unter „Das Wichtigste zuerst“.Quelle lesen · GitHub
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Weitere Meldungen
- Utah lässt eine KI Aknemittel verschreibenDie App Nolla Derm verschreibt Erwachsenen nach Fragebogen und Gesichtsscan eine Aknebehandlung aus vorab freigegebenen äußerlichen Mitteln, die ärztliche Aufsicht nimmt in drei Stufen ab, von der Vorabprüfung der ersten 100 Fälle bis zur wöchentlichen Stichprobe. Laut Nolla die erste US-Zulassung, bei der eine KI Erstverschreibungen ausstellt.Quelle lesen · medicaleconomics.com
- ChatGPT setzt echte Signaturen von New-Yorker-Zeichner:innen unter KI-CartoonsAndrew Deck dokumentiert mehr als 15 Cartoonist:innen des New Yorker, deren Signaturen ChatGPT unter Bilder im New-Yorker-Stil setzt. Nach seiner Anfrage zeigt ChatGPT einen Warnhinweis, signiert aber weiter manche Bilder mit echten Namen.Quelle lesen · niemanlab.org
- Apple will Vollzugriff auf die Festplatte nur noch nach sehr ausdrücklicher Zustimmung erlaubenManche Entwickler nutzten Full Disk Access so, dass Dateien, Mails und Browserverlauf ohne volles Wissen der Nutzer:innen offenliegen, mit immer fähigeren Agenten wüchsen diese Risiken, schreibt Apple. Wann die zusätzlichen Kontrollen kommen, sagt Apple nicht.Quelle lesen · developer.apple.com
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Tools der Woche

- EmbeddingGemma 2: lokale Suche über Text, Bilder, Audio und VideoGoogles offenes Embedding-Modell legt Text, Code, Bilder, Video und Audio in einen gemeinsamen Vektorraum, mit 8K Kontext. So nutzt du’s: über Ollama, Hugging Face oder Kaggle laden und eigene Dokumente oder Mediatheken durchsuchbar machen, ohne Daten in die Cloud zu schicken. Für reinen Text reicht die Variante mit 270 Millionen Parametern und rund 191 MB Arbeitsspeicher.Quelle lesen · blog.google
- Nano Banana 2.1: Googles Bildmodell, in 1K zum halben PreisDas schnelle Bildmodell rendert Text und Infografiken sauberer, hält bis zu vier Figuren und zehn Objekte über mehrere Runden konsistent und nimmt bis zu 14 Referenzbilder. So nutzt du’s: in der Gemini-App oder in AI Studio ausprobieren, ein 1K-Bild kostet per API 3,36 statt 6,7 Cent, 4K 11,3 statt 15,1 Cent.Quelle lesen · ai.google.dev
- Claude for Startups: ein Jahr Claude Team gratisEin Jahr Claude Team für bis zu fünf Premium-Plätze, 1.000 Dollar API-Guthaben und Partnerangebote, für Firmen, die in den letzten fünf Jahren gegründet oder in den letzten zwei Jahren finanziert wurden, ausdrücklich auch ohne Investoren. So nutzt du’s: in der Claude Console mit einer Mailadresse der Firmendomain bewerben, das Guthaben verfällt nach sechs Monaten.Quelle lesen · claude.com
- Markdown-Dateien direkt in Google Docs bearbeitenGoogle Docs öffnet und bearbeitet .md-Dateien jetzt nativ, ohne den Dateityp zu ändern, Drive zeigt eine Vorschau. So nutzt du’s: KI-Ausgaben, Prompt-Sammlungen oder README-Dateien in Docs öffnen und gemeinsam bearbeiten, die Datei bleibt Markdown. Rollt seit 5. Oktober aus.Quelle lesen · workspaceupdates.googleblog.com
- OpenAIs Decisions API jetzt für alleSeit 6. Oktober in der Public Beta: Der Endpunkt auf GPT-6 Luna liefert statt Fließtext eine Wahrscheinlichkeit, eine Auswahl samt Konfidenz oder einen Zahlenwert, berechnet werden nur Input-Tokens zu 0,10 Dollar pro Million.Quelle lesen · community.openai.com
- Devin merkt sich, wie du arbeitestCognitions Agent legt Vorlieben, Korrekturen und Projektwissen als Markdown-Notizen in einem Git-Repo ab, jede Notiz verweist auf die Sitzung, aus der sie stammt. Das Format ist eine offene Spezifikation für andere Agenten.Quelle lesen · docs.devin.ai
- Shaders, über 200 WebGPU-Effekte als Open SourceKomponenten für React, Vue, Svelte, Solid, Vanilla-JS und Framer unter MIT-Lizenz, mit Design-Editor, CLI und MCP-Server für Coding-Agenten. Über 1.000 fertige Presets bleiben in der Pro-Stufe.Quelle lesen · GitHub
- Unity USD ToolkitImport und Export von OpenUSD-Szenen zur Laufzeit ab Unity 6.4, dazu ein Beispiel, das Szenen live mit Nvidias Isaac Sim abgleicht. Laut README experimentell und nicht für den Produktiveinsatz.Quelle lesen · GitHub
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Business-Marker

- DeepSeek sammelt laut Bloomberg rund 12 Mrd. Dollar einMindestens 80 Mrd. Yuan, Tencent und der Batteriekonzern CATL zeichnen die größten Summen, am Ende könnten es 100 Mrd. werden. CITIC Securities bereitet einen möglichen Börsengang in Shanghai vor, das Labor sammelt jetzt Geld wie ein Konzern.Quelle lesen · thenextweb.com
- SpaceX will 40 Mrd. Dollar Schulden für Nvidia-Chips aufnehmenLaut Financial Times sollen 10 Mrd. als Bankkredite und 30 Mrd. als Anleihen kommen, angeführt von Apollo. Nach Broadcom und Amazon läuft der nächste Rechenzentrumsausbau über den Anleihemarkt.Quelle lesen · investing.com
- OpenAI testet Bildwerbung, während ChatGPT Bilder rechnetDas neue visuelle Anzeigenformat startet im Oktober als Test bei der Bildgenerierung in den USA, gekennzeichnet und vom erzeugten Bild getrennt. Die Wartezeit aufs Bild wird zur Werbefläche.Quelle lesen · openai.com
- Etched bekommt Angebote mit 40 bis 50 Mrd. Dollar BewertungLaut TechCrunch-Quellen, nach 10,3 Mrd. im Juli und 21 Mrd. in der folgenden Runde. Eine Vervierfachung binnen eines Vierteljahres für einen Inferenzchip, der Nvidia unterbieten soll.Quelle lesen · techcrunch.com
- Frühere Groq-Aktionäre verklagen das alte Board wegen des 20-Mrd.-Deals mit NvidiaDie Kläger werfen Ex-Chef Jonathan Ross und dem früheren Board vor, Nvidia Technik und Ingenieure über eine „nicht exklusive“ Lizenz zugeschanzt und so die übliche Übernahmeprüfung umgangen zu haben. Groq nennt die Klage haltlos, das Justizministerium ermittelt bereits kartellrechtlich.Quelle lesen · news.bloomberglaw.com
- SAP kauft das Genter KI-Start-up TechWolfTechWolf leitet aus Arbeitsdaten laufend ab, welche Fähigkeiten in einer Belegschaft stecken, und wandert in SuccessFactors, der Preis ist geheim.Quelle lesen · news.sap.com
- Start-ups kaufen Start-ups: 195 KI-Übernahmen durch KI-Firmen bis Ende September14 Prozent mehr als im ganzen Jahr 2025, vorn liegt OpenAI mit zehn Zukäufen in diesem Jahr, dahinter Anthropic und Legora mit je fünf. Dieselben Käufer kaufen immer öfter.Quelle lesen · news.crunchbase.com
- Ghost Core: ein 3.499-Dollar-Rechner, auf dem der persönliche Agent zu Hause bleibtDer 19-jährige Zain Javaid holt 11 Mio. Dollar unter Führung von a16z für eine Kiste ohne Bildschirm mit vorinstallierten offenen Modellen, Modelle und Gedächtnis laufen verschlüsselt auf dem Gerät. Ausgeliefert wird ab der letzten Oktoberwoche.Quelle lesen · techcrunch.com
- Boston Dynamics holt Ex-Alexa-Chefwissenschaftler Rohit Prasad als CEOPrasad war zwölf Jahre bei Amazon, zuletzt als Head Scientist für Alexa und AGI, und startet am 7. Oktober. Beim Roboterbauer übernimmt ein Sprachmodell-Mann, „Physical AI“ wird Chefsache.Quelle lesen · bostondynamics.com
- HubSpot streicht rund 660 Stellen, an KI-Effizienz liege es nichtEtwa 7 Prozent der Beschäftigten gehen, CEO Yamini Rangan will Managementebenen abbauen und Teams auf Kundenergebnisse ausrichten. Wer Stellen streicht, sagt inzwischen dazu, ob es die KI war.Quelle lesen · boston.com
- Melius: Ex-Ramp-Ingenieure holen 25 Mio. Dollar für eine Plattform, die Werbekampagnen erzeugtDas Gründerteam hatte sein erstes Produkt samt Code verworfen, die neue Plattform für Kampagnen, Bilder und Videos soll zwei Monate nach dem Start über 1 Mio. Dollar Jahresumsatz erreicht haben.Quelle lesen · techcrunch.com
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Längere Perspektiven

- Nathan Lambert: Die Cyber-Debatte über offene Modelle ist kaputtÜber einen Monat nach den offenen Gewichten von GLM-5.3 sieht Lambert keine Belege für eine Katastrophe, die dokumentierten Angriffe liefen bisher vor allem über geschlossene Modelle. Wer offene Gewichte aus Sicherheitsgründen verbieten wolle, müsse konsequenterweise auch die öffentlichen APIs der Frontier-Modelle dichtmachen. Die Gegenrede zu Anthropics Cyber-Stufen, eine Meinung, keine Messung.Quelle lesen · interconnects.ai
- a16z: Konsumenten-KI ist breit, aber flachNur 4,5 Prozent der US-Konsument:innen zahlen für ChatGPT, Claude oder Gemini, und das oberste Prozent der Zahlenden bringt mehr Umsatz als die untere Hälfte zusammen. Viel Nutzung, wenig Zahlungsbereitschaft.Quelle lesen · a16z.com
- SemiAnalysis: Ein Claude-Abo bringt rund fünfmal so viel Gegenwert wie eines von OpenAIGemessen an Opus 5.5 und GPT-6.1 Sol liefert ein Anthropic-Abo rund das Fünffache an API-Gegenwert pro Abo-Dollar, Abos stehen dabei für etwa 10 Prozent von Anthropics Umsatz, aber für rund 40 Prozent der Inferenz-Rechenleistung. Teils hinter der Paywall.Quelle lesen · newsletter.semianalysis.com
- Rest of World: Handys unter 100 Dollar brechen ein, weil der Speicher in Rechenzentren gehtLaut IDC fielen die Auslieferungen dieser Preisklasse im zweiten Quartal um fast 60 Prozent, weil die großen Speicherhersteller ihren Speicher auf KI-Rechenzentren umgelenkt haben. Die Rechnung für den KI-Boom zahlt, wer sich bisher das billigste Smartphone leisten konnte.Quelle lesen · restofworld.org
- SafeActBench: Agenten handeln, bevor die Belege da sindIm statischen Urteil schaffen die getesteten Konfigurationen 95 Prozent und mehr, interaktiv kommen aber 37 bis 67 Prozent der Handlungen, bevor die nötigen Belege da sind. Richtig urteilen und richtig handeln sind zwei verschiedene Prüfungen, noch nicht begutachtet.Quelle lesen · arXiv
- Graphite: Opus 5.5 schreibt „this matters“ 116-mal so oft wie MenschenDie Agentur zählt 2.548 Wörter und Muster, die Opus 5.5 im Vergleich zu menschlichen Texten übernutzt, der Gedankenstrich ist dagegen um 99 Prozent seltener geworden. Der Strich ist weg, die Floskel bleibt, Eigenstudie einer Marketingfirma.Quelle lesen · graphite.io
- Ben Tossell aus San Francisco: Was persönlichen Agenten noch fehltAlles in einem einzigen Thread, ein Gedächtnis, das man nicht sieht, und Aufgaben, die nie als erledigt gelten, weil die Erledigung in Mail, Slack oder Kalender passiert ist. Lesestoff für alle, die gerade einen Agenten einrichten.Quelle lesen · bensbites.com
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Darüber spricht X
Timeline-Claims: Meinungen, Selbstauskünfte, Herstellerangaben. Kein verifizierter Journalismus.

- Cline: Mistral Large 4 schlägt Opus 5.5 und GPT-6 Astra bei Cyber-Benchmarks, weil es seltener Nein sagtLaut Cline blockierten die Sicherheitsfilter von Opus und Astra rund 40 Prozent der Aufgaben, welche Benchmarks gemeint sind, nennt der Post nicht. Passt zur moderationsarmen Testvariante, bleibt aber eine unbestätigte Behauptung.Quelle lesen · X
- Theo Otz rechnet „Intelligenz pro GPU“Mistral 4 komme mit 3,8 Prozent des GPU-Einsatzes von GPT-6 Astra auf rund 72 Prozent von dessen Intelligenz, zwei seiner vier Chip-Zahlen sind aber eigene Schätzungen. Behauptung, unbestätigt.Quelle lesen · X
- 60 Minutes eröffnet mit einem KI-Klon des eigenen KorrespondentenDie Sendung baute einen KI-Jon-Wertheim, um zu zeigen, wie weit die Technik ist, das Intro stammt laut Runway-Chef Cristóbal Valenzuela von Runway. Executive Producer Nick Bilton verspricht, sonst werde nichts KI-Generiertes ausgestrahlt.Quelle lesen · X
- Oki Home: der nächste KI-Rechner fürs WohnzimmerLuofei Chen kündigt Oki Home als persönlichen KI-Computer mit voller Datenhoheit an, Auslieferung laut Anbieter Mitte Dezember, Preis und technische Daten nennt der Post nicht. Nach Ghost Core die zweite Kiste dieser Art binnen zwei Tagen.Quelle lesen · X
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Kurz notiert – was kommt

- Donnerstag, 8. Oktober: Samsung meldet QuartalszahlenErwartet wird laut LSEG-Schätzung ein Betriebsgewinn von rund 106 Billionen Won nach 12,17 Billionen vor einem Jahr, getrieben von Speicher für KI-Rechenzentren. Anleger fürchten, die Margen hätten ihren Höhepunkt erreicht.Quelle lesen · investing.com
- Donnerstag, 15. Oktober: TSMC legt Quartalszahlen vorUm 8 Uhr deutscher Zeit, der zweite große Gradmesser dafür, ob der Chiphunger der Rechenzentren anhält.Quelle lesen · investor.tsmc.com
- Bis Ende Oktober: offene Gewichte von Mistral Large 4 und Reflection BeamMistral will die Gewichte von Large 4 laut VentureBeat am 27. Oktober freigeben, Reflection die von Beam noch im Oktober, und Meta und Sierra wollen die Spezifikation des Personal Agent Protocol veröffentlichen.Quelle lesen · venturebeat.com
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