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Drei Millionen im Pentagon bekommen ChatGPT — Anthropic geht leer aus

Das Pentagon stellt ChatGPT und Grok drei Millionen Menschen auf den Schreibtisch — und Anthropic, aus denselben Prototyp-Aufträgen, ist nicht dabei. Am selben Tag legt Anthropic offen, wie seine Agenten aus den Testumgebungen ausgebrochen sind, und schickt zwei neue Modelle hinterher. Dazu Browser-Agenten, die jetzt wirklich klicken. Nimm dir, was du brauchst.

14 Min · 60 Meldungen

Papiercollage: ein dichtes Raster kleiner Papierfiguren mit hellblauen Bildschirmen; vorne klafft eine ausgerissene Lücke, über die ein roter Faden liegt.
Idee von uns. Generiert mit KI.
In dieser Ausgabe · 8 Rubriken

01 / 17 Meldungen

Das Wichtigste zuerst

Papiercollage: ein Stapel Papierbögen, der oberste ist mit einer roten Büroklammer herausgehoben.
  • Anthropic bringt Claude Fable 5.1 und Mythos 5.1Heute erschienen, aufgesetzt auf die Fable-5-Linie vom 9. Juni. Beide mit einer Million Token Kontext und bis zu 128.000 Token Ausgabe. Zwei Neuerungen fallen auf: Der Aufwand lässt sich mitten im Gespräch hoch- und runterregeln, ohne neu anzufangen, und Ausgaben werden mit Herkunftsinformationen versehen, sodass nachgelagerte Systeme prüfen können, woher ein Text stammt. Fable 5.1 ist allgemein verfügbar, Mythos 5.1 nur über Trusted-Access-Programme — dessen Schutzmechanismen sind auf Cybersicherheit und Life Sciences zugeschnitten. Der Preis bleibt bei 10 Dollar je Million Input- und 50 Dollar je Million Output-Token, die Cache-Kosten sinken um 25 %.Quelle lesen · anthropic.com

02 / 7 Meldungen

Kurz notiert – was kommt

Papiercollage: eine kleine Figur blickt durch ein Teleskop auf kommende Termine am Horizont.

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Video der Woche

Papiercollage: ein Papierprojektor wirft einen hellblauen Lichtkegel, darin schwebt ein rotes Bild.
  • Bill Gates on the Dangers of AI — Radio Atlantic, 27.08.2026Hanna Rosin spricht mit Bill Gates über seine neue Warn-Notiz, und der interessante Teil ist die Tonlage: Der Mann, der 50 Jahre lang gesagt hat, mehr Technologie sei besser, sagt jetzt, dass ihn seit Ende letzten Jahres sowohl das Tempo der Modelle als auch die Langsamkeit der Reaktion darauf überrascht haben. Sein klarster Satz: „You cannot expect an industry to regulate itself. That doesn’t work.“ Am streitbarsten ist der Vorschlag, ganze Berufsgruppen als „human reserved“ zu deklarieren und die Steuerlast von Arbeit auf Kapital zu verschieben.Quelle lesen · YouTube

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Tools der Woche

Das Thema ist diesmal eindeutig: Die Browser-Agenten sind aus der Beta raus. Anthropic und OpenAI haben binnen zwei Tagen ihre „KI klickt für dich im Netz herum“-Funktionen scharf geschaltet, inklusive eingeloggter Seiten.

Papiercollage: ein offener Werkzeugkasten mit sauber geschnittenen Werkzeugen.
  • Claude in Chrome ist raus aus der Beta — und fragt nicht mehr bei jedem KlickSeit 26.08. allgemein verfügbar auf allen bezahlten Plänen. Claude arbeitet Aufgaben jetzt autonom ab, statt für jeden Klick eine Freigabe einzuholen; ein Sicherheits-Classifier prüft vorher jede Aktion gegen den ursprünglichen Auftrag. Für alle, die in Web-Oberflächen ohne Connector hängen — Kundenportale, Buchhaltungs-Frontends, das eine CRM von 2014. Nur Chrome, nicht mobil, nicht im Free-Plan. Anthropic legt die Prompt-Injection-Zahlen selbst offen: null durchgekommene Angriffe bei Sonnet 5 und Opus 5, 0,3 % bei Fable 5.Quelle lesen · claude.com
  • ChatGPT Work arbeitet jetzt auch hinter dem LoginSeit 25.08. kommt der Cloud-Browser mit Seiten klar, die eine Anmeldung verlangen: ChatGPT blendet den Login-Screen ein, du gibst die Zugangsdaten selbst ein, danach macht der Agent weiter — und die Session bleibt für Folgeaufgaben bestehen. Der Papierkram-Teil der Selbstständigkeit: Behördenportale, Versicherungs-Frontends, Formularstrecken. Vor Reservierungen oder Zahlungen fragt es nach. Plus und Pro.Quelle lesen · help.openai.com
  • Claude Cowork bringt seinen eigenen Browser mitEbenfalls 26.08., aber anderes Konzept: Cowork hat in der Desktop-App einen eingebauten Browser im Side Panel. Ausdrücklich Claudes Browser, nicht deiner — Tabs, Lesezeichen und Passwörter sieht er nicht. Logins übernimmst du gezielt Seite für Seite; Banking, Mail und Single-Sign-on bleiben absichtlich außen vor. Faustregel: Claude in Chrome für die Seite, die du eh offen hast; Cowork-Browser für das, was Claude allein erledigen soll.Quelle lesen · claude.com
  • ChatGPT-Aufgaben lassen sich per Webhook auslösen — und verschenkenGeplante Aufgaben hingen bisher an der Uhrzeit; seit 25.08. triggern auch Ereignisse — neue Gmail-Nachricht, Slack-Post, Aktivität an einem GitHub-PR. Zweite Neuerung: Eine fertige Task lässt sich weitergeben, die Person bekommt eine unabhängige Kopie. Free-Accounts bekommen erstmals überhaupt Scheduled Tasks — drei Stück, maximal täglich, ohne Webhooks.Quelle lesen · help.openai.com
  • ElevenLabs CLI v1 — Voiceover aus dem TerminalSeit 24.08. die komplette API als Kommandozeilen-Werkzeug, dazu „Agents as code“: Voice-Agents als lokale Config-Dateien ziehen, editieren, zurückpushen. Bewusst für KI-Agenten gebaut — `--schema` liefert maschinenlesbare Contracts, `--dry-run` zeigt risikofrei, was passieren würde. `elevenlabs generate-skills` installiert fertige Skills, damit Claude Code oder Codex die Workflows direkt kennen. Installation gratis, Verbrauch übers normale Kontingent.Quelle lesen · elevenlabs.io
  • Notion-Agents schlagen Änderungen vor, statt sie einfach zu machenKleines Release vom 28.08., aber eins von der Sorte, die man täglich merkt: Der Agent reicht Änderungen als Vorschläge ein, die du einzeln annimmst oder verwirfst — statt das Dokument umzuschreiben und dich hinterher rätseln zu lassen, was er angefasst hat. Ausdrücklich für Änderungen auf Zeilenebene.Quelle lesen · notion.com
  • Claudes Gedächtnis gilt jetzt überall — und du kannst reinguckenSeit 25.08. ist das Memory aus dem Chat dasselbe wie in Cowork, in beide Richtungen. Der eigentlich interessante Teil ist die Kontrolle: Alles Gespeicherte liegt unter „Topics“ als Liste kurzer Dateien, einzeln lesbar, editierbar, löschbar. Sensible Themen speichert Claude per Default nicht; Ausweisnummern, Vorstrafen und Aufenthaltsstatus bleiben auch dann außen vor.Quelle lesen · claude.com
  • ChatGPT verträgt jetzt mehrere Google-KontenSeit 28.08. lassen sich Gmail, Kalender und Kontakte mit mehreren Accounts gleichzeitig verbinden — privat und geschäftlich im selben Chat. Klingt nach nichts, spart aber jedem mit getrennten Mail-Adressen das ständige Account-Wechseln.Quelle lesen · help.openai.com
  • OpenClaw 2.0 macht Agenten „multiplayer“Großes Update des offenen Agenten-Harness: Browser-Oberfläche mit Chat im Zentrum, geteilte Cloud-Sessions, Rollen und Rechte, stärkeres Sandboxing und Audit. Der Reiz: Du startest eine Session und teilst sie mit einer Kollegin — die Session ist selbst die Übergabe. Open Source.Quelle lesen · venturebeat.com
  • Der ChatGPT-Ads-Manager als Werkzeug, nicht nur als MeldungUnter ads.openai.com lässt sich per Self-Service eine Kampagne aufsetzen — CPC- und Outcome-Bidding, Pixel und Conversions-API, Custom Audiences. Interessant für alle, die dort sichtbar sein wollen, wo Leute gerade Optionen abwägen.Quelle lesen · openai.com

05 / 4 Meldungen

Business-Marker

Papiercollage: eine Schlange aus Geldscheinen frisst ihren eigenen Schwanz — die Zirkelfinanzierung.

06 / 3 Meldungen

Längere Perspektiven

Papiercollage: ein gewundener Weg führt durch geschichtete Berge zu einer fernen Fahne auf dem Gipfel.

07 / 15 Meldungen

Darüber spricht X

Timeline-Claims aus dem Grok-Digest und Cems X-Auswahl — Meinungen, Selbstauskünfte und teils unbestätigte Behauptungen, kein verifizierter Journalismus.

Papiercollage: ein Vogel auf einem Draht, aus dem eine rote Sprechblase kommt, daneben zwei blaue.

08 / 3 Meldungen

Kritische Stimmen

Aus dem Wochen-Digest (24.08.–01.09.). Drei laute Stimmen — und zum ersten Mal seit Wochen ist Gary Marcus nicht allein.

Papiercollage: eine rote Figur auf einer Kiste ruft mit einem Megafon gegen eine graue Menge an.
  • Anthropics IPO-Mathematik — dreißig Billionen als AnsageMarcus’ Einwand ist nicht, dass die Zahl zu hoch sei, sondern dass sie eine TAM-Zahl ist: Sie unterstellt hundert Prozent Marktanteil. Zum Vergleich — die 191 Tech-Konzerne im S&P 1500 haben zusammen rund 2,4 Billionen Dollar verdient; der aufgerufene Markt ist gut das Zwölffache dessen, was der gesamte börsennotierte US-Tech-Sektor im Jahr verdient. Dahinter liegt die eigentliche These: Anthropics stärkstes Modell blieb laut FT bei elf Prozent der Unternehmens-KI-Ausgaben hängen, während das billigere daran vorbeizog.Quelle lesen · garymarcus.substack.com
  • Agentische KI frisst die Verschlüsselung — auf Betriebssystem-EbeneMeredith Whittaker auf der TechBBQ in Kopenhagen, strukturell statt moralisch argumentiert: Wenn ein Agent Kalender, Browser, Zahlungsmittel und Nachrichten braucht, um zu funktionieren, braucht er Zugriff nahe Root-Ebene — und wird damit selbst zur Schwachstelle. Nicht die App, nicht der Server, sondern die Schicht darunter. Ihr Beispiel: die Zusammenfassungsfunktion in Siri unter iOS 27, die dafür einen Screenshot der Vordergrund-App zieht. In der TechCrunch-Nachlese nennt sie das entstehende Gebilde einen „data collection apparatus“.Quelle lesen · trendingtopics.eu
  • Der imperiale Mythos der Unvermeidbarkeit — und was er kostetKaren Hao im indischen Caravan: Die Fürsprecher der Branche verkaufen KI als unausweichlichen Schritt im Bogen des technischen Fortschritts — und genau diese Rhetorik ist der Mechanismus, weil sie den Zugriff auf Wasser, Strom und Land rechtfertigt. Ihr Kernsatz bleibt der beste Einwand gegen das Feld: Es sind Entscheidungen, keine technologischen Zwangsläufigkeiten.Quelle lesen · caravanmagazine.in
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