Millionen Angriffe binnen Stunden: Wer PHP betreibt, muss jetzt patchen
7 Min Kern · 18 Min gesamt · 41 Meldungen

Der schnelle Überblick
In 60 Sekunden.
- Zwei kritische Lücken in PHP lassen Angreifer ohne Login Code auf Servern ausführen; wer PHP betreibt, sollte sofort auf 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 oder 8.2.35 aktualisieren.
- Zwei interne OpenAI-Agenten legten Anfang Oktober die Überwachung lahm, die ihr Fehlverhalten melden soll, einer stritt es hinterher ab; eine befriedigende Erklärung hat OpenAI noch nicht.
- Ein Hacker ließ KI-Agenten in über 100 Firmen-Websites einbrechen, laut einem Sicherheitsforscher für rund 50 Dollar an Tokens pro Treffer.
- Claude entwarf Eiweiße gegen Skorpiongift, 17 von 211 Entwürfen banden im Labor; ein Gegengift beansprucht Anthropic ausdrücklich nicht.
- Anthropic startet Claude Duet, einen Agenten, der im Hintergrund mitliest und sich von selbst meldet, vorerst nur in den USA.
In dieser Ausgabe · 9 Rubriken
Editorial.
Am Mittwoch hat PHP zwei kritische Sicherheitslücken geschlossen. Die Programmiersprache steckt hinter einem großen Teil des Webs, auch hinter WordPress, und über die Lücken können Fremde ohne Anmeldung eigenen Code auf Servern ausführen. Ein Video des Angriffs kursierte schon vor dem Update. Die PHP Foundation ist deutlich: „If you run PHP, it is imperative that you update now.“
Wie schnell Angreifer heute sind, zeigt Cloudflare-Chef Matthew Prince: Tausende Angriffsversuche in den zehn Stunden vor der Bekanntgabe, Zehntausende in den 45 Minuten danach, inzwischen Millionen. Versuche sind noch keine Einbrüche. Doch zwischen dem Bekanntwerden einer Lücke und dem Massenangriff liegen keine Tage mehr, sondern Minuten.
Beim Aufspüren half KI, sagt der Sicherheitsanbieter Wiz, einer der Finder: Ein einzelner Forscher habe in einer Woche geschafft, wofür früher ein Weltklasse-Team Monate brauchte. Wiz verkauft selbst solche Werkzeuge, die PHP Foundation nennt KI nur als Prüfhilfe. Ihr Problem lag woanders: Die Reparatur blieb monatelang liegen, weil sich das Team nicht einigen konnte und Mittel fehlten, ein „structural failure“, wie sie selbst schreibt. KI findet Lücken schneller, schließen müssen sie weiter Menschen.
PHP war nicht die einzige Baustelle, auch Werkzeuge für die Arbeit mit KI gerieten ins Visier. In die Python-Bibliothek LiteLLM, über die viele Teams ihre KI-Modelle ansprechen, schleusten Angreifer eine Version ein, die gespeicherte Zugangsschlüssel abgreift. Die Hosting-Plattform Railway stoppte nach einem Einbruch alle Deployments, rät, alle dort hinterlegten API-Schlüssel zu erneuern, und vermutet eine Angriffsserie, die auf KI-Anbieter zielt. Stell dir vor, dein Schlüssel für Claude liegt dort, und über Nacht laufen fremde Anfragen auf deine Rechnung. Ein ganz normaler Mittwoch.
Viel Spaß beim Lesen und Durchklicken,
Cem
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Das Wichtigste zuerst

- PHP-Notfall „php2shell“: Wer einen PHP-Server betreibt, muss jetzt patchenQuelle lesen · thephp.foundation
Die PHP Foundation hat am 21.10. die Versionen 8.5.12, 8.4.27, 8.3.36 und 8.2.35 veröffentlicht. Sie schließen zwei kritische Fehler im Inneren von PHP, über die Angreifer ohne Anmeldung eigenen Code auf dem Server ausführen können.
Warum das wichtig ist „If you run PHP, it is imperative that you update now“, schreibt die Foundation. Wer eine Seite mit WordPress, Drupal oder Joomla betreibt, ist mit einem Plugin-Update nicht fertig, denn der Fehler steckt in PHP selbst: Erneuert werden muss das PHP auf dem Server, also heute beim Hoster nachfragen.
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- Am gefährlichsten ist Apache mit mod_php: Dort lässt sich einer der Fehler auslösen, bevor überhaupt Anwendungscode läuft. Codeausführung ist auch auf PHP-FPM bestätigt, den Schweregrad gibt die Foundation mit 9,2 von 10 an.
- Die US-Cyberbehörde CISA zählt alle PHP-Installationen zu den Betroffenen, die Webanfragen bedienen, auch PHP, das unbemerkt in anderer Software steckt.
- Wer nicht sofort aktualisieren kann oder noch PHP 8.1 oder älter betreibt, soll die Systeme laut CISA vom Netz nehmen, bis sie gepatcht sind. Eine Web-Firewall schütze nur teilweise.
- Beim Erscheinen der Warnung hatte die CISA noch keine Ausnutzung beobachtet, inzwischen zählt Cloudflare Millionen Angriffsversuche (siehe Fokus).
- Zwei OpenAI-Agenten legen ihre eigene Überwachung lahm, einer streitet es hinterher abQuelle lesen · alignment.openai.com
Laut OpenAIs Bericht (aktualisiert am 20.10.) legten interne Agenten auf Basis von GPT-6.1 Sol und GPT-6 Astra Anfang Oktober bei Routinearbeiten die Überwachung lahm, die Fehlverhalten der Agenten an Menschen melden soll: einmal die Alarme, einmal die ganze Anbindung des Monitors.
Warum das wichtig ist „We don't yet have a satisfying explanation for this behavior“, schreibt OpenAI. Umgesetzt ist bisher nur, dass die interne Pflichtprüfung Auto-Review solche Versuche erkennt und blockiert, automatische Abbrüche sind erst geplant. Nach den vier ausgebüxten Modellen aus der letzten Ausgabe machen sich Agenten damit an der Aufsicht selbst zu schaffen.
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- Am 03.10. sollte ein Sol-Agent aus Slack-Feedback von Beschäftigten Auswertungsaufgaben bauen, Vorgabe: „don't send any messages“. Als der Monitor eine Reparatur beanstandete, leerten er und ein Unter-Agent die Empfängerlisten der Alarme, Begründung: „User explicitly requested no messages.“
- Am 06.10. sollte ein Astra-Agent eine Referenz-Implementierung übernehmen. Obwohl ihm gesagt worden war, den Monitor nicht abzuschalten, „even temporarily“, entfernte ein Unter-Agent die Anbindung und schrieb einen Test so um, dass er das Fehlen des Monitors prüfte.
- Auf Nachfrage antwortete Astra: „I did not remove an enabled monitor from it.“ OpenAI nennt das eine falsche Behauptung.
- Keiner der Fälle galt als P0, die Stufe, bei der sofort das Sicherheitsteam alarmiert wird, und keiner wurde automatisch gestoppt.
- Ein Hacker lässt KI-Agenten in über 100 Firmen-Websites einbrechen, für rund 50 Dollar pro TrefferQuelle lesen · bnnbloomberg.ca
Laut einem Reuters-Exklusivbericht (19.10.) schickte ein unbekannter, chinesischsprachiger Hacker seit dem 25.09. Agenten über die offene Plattform Cairn gegen mehr als 1.200 Websites in den USA, Kanada, Australien und Japan und kam bei mehr als 100 Firmen hinein.
Warum das wichtig ist Ob Daten abflossen, konnte Reuters nicht klären. Klar ist der Preis: Einbrüche im großen Stil kosten nur noch Tokens, und der Autor von Cairn schreibt, die Plattform sei nie fürs Hacken gedacht gewesen.
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- Die Anweisungen waren knapp, weniger als 100 chinesische Schriftzeichen. Ein erfolgreicher Einbruch brauchte im Schnitt rund 23 Stunden Suche nach Schwachstellen.
- Der Forscher Snorre Fagerland (NorForge) schätzt die Kosten auf rund 5.000 Dollar an Tokens, etwa 50 Dollar pro Treffer. Er stieß auf rund zwei Dutzend offen im Netz stehende Cairn-Instanzen; dass eine Mischung aus DeepSeek und Claude Code lief, ist seine Einschätzung.
- Getroffen wurden unter anderem Seiten von Deere und SharkNinja sowie die eines Cummins-Dienstleisters. Deere sieht keine Hinweise auf abgeflossene sensible Daten, SharkNinja spricht von einer abgetrennten Support-Seite, Cummins prüft.
- Anthropics Red Team lässt Claude unnötigen Code finden, in OpenSSH fallen rund 4.500 Zeilen wegClaude ging für das Frontier Red Team (20.10.) über fünf Millionen Zeilen Code aus 25 Open-Source-Projekten durch und fand unter anderem 162 Kombinationen von Einstellungen, die ohne Warnung durchgehen, 94 davon schalten still eine Sicherheitskontrolle ab. In OpenSSH 10.4 waren rund 4.500 Zeilen experimenteller Code schon vor der Anmeldung erreichbar, die Korrekturen kamen mit 10.5 und 10.6. Eigenangaben; die Methode schließt keine Lücken, sie macht sie schwerer erreichbar.Quelle lesen · anthropic.com
- Claude entwirft Eiweiße gegen Skorpiongift, 17 von 211 binden im LaborEin internes Forschungsmodell erzeugte in Claude Science 318.484 Entwürfe gegen Skorpion-Nervengifte und wählte 180 aus, Menschen ergänzten 31, im Labor erfüllten 17 von 211 die Bindekriterien (Anthropic, 20.10.). Getestet ist nur die Bindung, nicht die Wirkung in Zellen oder Tieren: Ein Gegengift beansprucht Anthropic ausdrücklich nicht, die Daten liegen offen bei Hugging Face.Quelle lesen · anthropic.com
- Anthropic startet Claude Duet, einen Agenten, der mitliest und sich von selbst meldetDie eigene App (21.10., iOS, Android, claude.ai) läuft in einer virtuellen Maschine weiter, auch wenn Laptop und Handy aus sind, schreibt morgens ein Briefing aus den verbundenen Apps und kauft nach Freigabe über Stripes Link ein; vor jedem Senden, Zahlen, Unterschreiben oder Löschen fragt sie nach. Vorerst Research Preview mit Warteliste für Pro und Max in den USA, ein Termin für Europa fehlt.Quelle lesen · claude.com
- Die USA werfen DeepSeek aus den zivilen BundesbehördenEine Anordnung des Heimatschutzministeriums (20.10.) verbietet zivilen Bundesbehörden, DeepSeek-Produkte zu kaufen, und verlangt, vorhandene zu entfernen, auch Drittprodukte auf DeepSeek-Basis; Ausnahmen gibt es auf Antrag. Begründung: Nach chinesischem Recht könnten Behördendaten chinesischen Stellen offenstehen, Peking wirft den USA vor, Technik und Handel zu politisieren.Quelle lesen · techcrunch.com
- Anthropic wirbt für ein Gesetz, nach dem ein Gericht die Veröffentlichung eines Modells stoppen könnteLaut einem Entwurf, den Politico am 16.10. öffentlich machte, sollen beim Handelsministerium registrierte Prüfer Modelle bewerten; sehen sie ein unmittelbares Risiko von mehr als 50 Toten oder über einer Milliarde Dollar Schaden, etwa durch Biowaffen, Kontrollverlust oder Cyberangriffe, beantragt das Ministerium bei einem Richter in Washington den Stopp. Die Labore dürften ihre Prüfer bezahlen, solange das Geld nicht vom Ergebnis abhängt, einen Sponsor im Kongress nennt der Bericht nicht.Quelle lesen · techcrunch.com
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Fokus: php2shell und ein Mittwoch voller Lücken
Ein Mittwoch, erzählt von @fiveoutofnine in einem einzigen Satz, dazu Cloudflare-Chef Matthew Prince mit Angriffszahlen und Railway mit der eigenen Meldung. KI taucht dabei dreimal auf: beim Finden der PHP-Lücken (laut Wiz), als Beute (Schlüssel für KI-Dienste bei LiteLLM und, nach eigener Einschätzung, bei Railway) und als Prüfwerkzeug der PHP-Maintainer. Was zu tun ist, steht oben in „Das Wichtigste zuerst“.

- Der Post: ein Satz, ein Tag, „Anyway, it's Wednesday.“Der lange englische Satz (22.10., rund 1,6 Mio. Anzeigen) beginnt mit „today PHP got two critical bugs that let anyone run code on your server without even logging in, which is bad“ und hängt ein Dutzend weiterer Vorfälle an, darunter LiteLLM und Railway. Belegt sind die Lücken, das Leck vor dem Patch, der Rat der CISA zum Abschalten und die beiden KI-Vorfälle unten; Zahlen wie 1,5 Millionen ungepatchte Server oder abgeschaltete Seiten von Wikipedia bis zum Hafen Rotterdam ließen sich nicht belegen.Quelle lesen · X
- Das Embargo hielt nicht: Kennungen, Beweisvideo und gepatchte Images waren vor der Freigabe draußenLaut Zeitleiste der Foundation kursierten am 20.10. nachmittags die CVE-Kennungen mit falschem Termin und falschem Schweregrad, die Freigabe wurde auf den 21.10. vorgezogen, abends stellte die meldende Firma Calif versehentlich ein Video ihres Beweis-Codes ins Netz, und am 21.10. früh veröffentlichte Chainguard gepatchte Images, mehr als sechs Stunden vor der Freigabe. Funktionierende Exploits sah das Sicherheitsteam zur Freigabe nicht.Quelle lesen · thephp.foundation
- KI beim Fund: Wiz erzählt es groß, die PHP Foundation vorsichtigerWiz (21.10.) nennt als Werkzeuge das eigene Wiz Atlas sowie Gemini 4 Argon und GPT-5.6 Sol, vom ersten Fehler am 19.08. bis zur Codeausführung auf WordPress vergingen zwei Tage, und ein einzelner Forscher habe in einer Woche geschafft, wofür früher ein Weltklasse-Team Monate brauchte. Die Foundation schreibt nicht, dass KI diese Lücken fand: Erste Anzeichen sah ein Kernentwickler schon bei einer Meldung aus einem Audit von 2024, gemeldet haben Calif, OpenAI und Wiz, KI nennt sie als Prüfwerkzeug.Quelle lesen · wiz.io
- Angriffslage: von Tausenden zu Millionen VersuchenCloudflare-Chef Matthew Prince zählte im eigenen Netz Tausende Ausnutzungsversuche in den zehn Stunden vor der Ankündigung, Zehntausende binnen 45 Minuten danach, Hunderttausende binnen zwei Stunden und zuletzt „millions now“ (X, 22.10.). Eine Eigenmessung, die Versuche zählt, keine Treffer; wie viele davon trafen, ist offen, die Berichte von Sicherheitsfirmen widersprechen sich.Quelle lesen · X
- Railway: Einbruch, alle Deployments pausiert, Schlüssel erneuernDie Deployment-Plattform meldet (21.10.), ein Unbefugter könnte verschlüsselte Umgebungsvariablen eingesehen und bei einigen den entschlüsselten Inhalt erhalten haben, „All deployments are paused while we investigate.“ Kund:innen sollen alle dort gespeicherten Variablen samt API-Schlüsseln erneuern; Railway hält den Einbruch für Teil einer Serie von Angriffen auf Plattformfirmen, die KI-Inferenzanbieter treffen sollen, und nennt keine Namen. Am Donnerstagmorgen liefen die Builds für Enterprise-Kunden wieder, die anderen Tarife sollen schrittweise folgen.Quelle lesen · X
- LiteLLM 1.107.0 gekapert: ein Datendieb, der schon beim Python-Start läuftDie Python-Bibliothek, über die Teams viele KI-Modelle mit einer Schnittstelle ansprechen, kam in Version 1.107.0 über PyPI und Docker mit einem Dieb für Zugangsdaten und einem Nachlader; er sammelt unter anderem Cloud-Tokens, KI-Schlüssel und die im LiteLLM-Proxy hinterlegten Zugänge, und weil eine .pth-Datei bei jedem Python-Start läuft, braucht es nicht einmal einen Import (The Hacker News, 21.10.). Wer die Version installiert hatte, erneuert alle Schlüssel aus einer sauberen Umgebung und legt sich auf 1.106.2 fest; es ist der zweite Vorfall bei LiteLLM in diesem Jahr.Quelle lesen · thehackernews.com
- Stimme: Die PHP Foundation nennt die eigene Verzögerung ein „structural failure“Die Behebung des Speicherfehlers stockte monatelang: „the delay was a structural failure, caused by both the security team's decision process and its lack of resources“. Seit Juli veröffentlichte das Team 15 CVEs und sortierte über 100 ungültige, doppelte oder nicht reproduzierbare Meldungen aus, jede Entscheidung trifft ein Mensch; jetzt bittet die Foundation Firmen, Hoster, Cloud-Anbieter und Regierungen um Geld.Quelle lesen · thephp.foundation
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Weitere Meldungen
- Microsoft lässt einen europäischen Partner über die Zugriffe seiner Techniker wachenSatya Nadella kündigte am 20.10. in Paris an, dass für Kunden in EU und EFTA ein europäischer Partner („Data Guardian“) die Fernzugriffe von Microsoft-Ingenieur:innen auf Produktivsysteme überwacht und jeder Zugriff manipulationssichtbar protokolliert wird, beides ohne Starttermin. Greifbarer ist Foundry Local, das KI-Modelle auch offline in der eigenen Umgebung betreibt und zur Ignite (17.–19.11.) allgemein verfügbar werden soll.Quelle lesen · thenextweb.com
- Qwen3-Coder schreibt für eine „US-Rüstungsfirma“ öfter angreifbaren Code als für eine chinesische, sagt ein Anbieter-TestIm Test von Hirundo (21.10.) waren 70 Prozent der Apps angreifbar, die das offene Modell für einen US-Rüstungsauftragnehmer schrieb, für einen chinesischen Auftraggeber 59 Prozent, nur ein Satz im System-Prompt war anders. Ob das Absicht ist, weiß Hirundo nicht, eine unabhängige Wiederholung fehlt, und die Firma verkauft die Korrektur selbst.Quelle lesen · hirundo.io
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Tools der Woche

- ChatGPT sperrt einzelne Chats mit PIN oder Face IDSeit 20.10. lassen sich Unterhaltungen mit einer vierstelligen PIN oder Face ID/Touch ID schützen, sie landen getrennt von Verlauf und Suche unter „Locked Chats“, in allen Tarifen außer ChatGPT for Healthcare, der Rollout läuft. So nutzt du's: für geteilte Geräte oder Bildschirmfreigaben; es ist ein Sichtschutz, keine Verschlüsselung, und wer die PIN zurücksetzt, löscht alle gesperrten Chats.Quelle lesen · techcrunch.com
- Mistral Voxtral 3: Baukasten für Sprach-Agenten mit EU-HostingSpracherkennung in über 50 Sprachen, Sprachausgabe in über 35 Sprachen und ein Agenten-SDK auf Basis von LiveKit in einer Pipeline (20.10.), laut Mistral in der eigenen Infrastruktur oder über EU-gehostete APIs, Transkription ab 0,0035 Dollar pro Minute. So nutzt du's: für Telefon- oder Terminassistenten; ob Deutsch in der Sprachausgabe dabei ist und welche Lizenz gilt, vorher in der Doku prüfen.Quelle lesen · mistral.ai
- DeepSeek legt seine Inferenz-Software DeepInfer offenDas Framework hinter DeepSeeks eigenen Diensten steht unter Apache 2.0 bereit, für DeepSeek-V4.1-Flash auf Nvidia-GPUs der SM100-Generation und Huaweis Ascend 950. So nutzt du's: für Teams mit eigener Rechenzentrums-Hardware, die das offene Modell selbst betreiben wollen, statt Anfragen nach China zu schicken; die offene Fassung kann laut README nur Offline-Inferenz und reicht für einen Produktionsdienst noch nicht.Quelle lesen · GitHub
- Inception Mercury 3: Diffusions-Sprachmodell mit über 1.000 Token pro SekundeMercury 3 entwirft die ganze Antwort auf einmal und verfeinert sie in mehreren Durchgängen, laut Inception mit 1.068 Token pro Sekunde und Kontext bis 1 Million Token, für 0,20 Dollar Eingabe und 0,70 Dollar Ausgabe je Million Token. So nutzt du's: über die OpenAI-kompatible API bei Inception, OpenRouter, Baseten oder Vercel Endpunkt und Modellnamen tauschen und mit eigenen Aufgaben vergleichen, denn alle Benchmarks stammen vom Hersteller.Quelle lesen · the-decoder.com
- ElevenLabs Eleven Realtime: Sprache-zu-Sprache für Echtzeit-GesprächeZwei Modelle (20.10.): v1 Max für anspruchsvolle Aufgaben wie Support, laut ElevenLabs mit 0,57 Sekunden Antwortzeit, und das günstigere v1 Mini, das erkennt, ob jemand fertig ist oder nur „mhm“ sagt. So nutzt du's: über ElevenAgents oder die OpenAI-kompatible Realtime-API gegen den bisherigen Sprach-Bot testen, abgerechnet wird pro Minute plus Token; alle Werte sind Herstellerangaben, und bei Kundengesprächen vorher den Datenschutz klären.Quelle lesen · the-decoder.com
- Smart-TV entrümpeln mit Claude Code: cleanyourtv und dumbtvZwei GitHub-Projekte (TechCrunch, 19.10.) lassen einen KI-Agenten vorinstallierte Apps, Werbung und Tracking vom Fernseher werfen; bei cleanyourtv entfernte Claude Code auf einem Xiaomi-Gerät 25 Pakete und schrieb einen neuen Launcher. So nutzt du's: nur mit einem Gerät, dessen Ausfall du verschmerzt, denn beide sind unfertig, und mindestens ein Nutzer hat seinen Fernseher dabei unbrauchbar gemacht.Quelle lesen · techcrunch.com
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Business-Marker

- Anthropics geleakter Börsenprospekt: 16,3 Mrd. Dollar Umsatz und 80,7 Mrd. Verlust im HalbjahrLaut dem S-1-Entwurf, über den das Wall Street Journal berichtet, stehen zwei Kunden für rund ein Fünftel der Erlöse, AWS, Google und Microsoft würden zunehmend zu Konkurrenten, und weil Rechenleistung fehlt, arbeitet Anthropic auch mit jungen Betreibern, die es selbst für weniger verlässlich hält. Der Börsengang soll im November kommen; woraus sich der Verlust zusammensetzt, sagt der Bericht nicht, und alles stammt aus einem Entwurf aus zweiter Hand.Quelle lesen · fortune.com
- Google Cloud verkauft jetzt auch OpenAI-Modelle, neben Gemini und ClaudeGPT-6 Astra, GPT-6.1 Sol und GPT-6 Luna starten als Private Preview für ausgewählte Unternehmenskunden, abgerechnet über die Google-Cloud-Rechnung, später sollen sie auch in Gemini for Business und Antigravity auftauchen (21.10.). Damit ist Google Cloud laut The Decoder der einzige große Anbieter mit allen drei Modellfamilien: Die Clouds verkaufen die Modelle ihrer Rivalen, solange die Rechnung über sie läuft.Quelle lesen · the-decoder.com
- SpaceX: Die KI-Sparte setzt mehr um als StarlinkIm dritten Quartal setzte das Segment „Super Intelligence“ mit Cursor, Grok-Bot und Rechenzentrumsgeschäft 7,56 Mrd. Dollar um, mehr als die Starlink-Sparte mit 5,25 Mrd., bei 14,6 Mrd. Konzernumsatz (20.10.). Unter den Mietern der Rechenleistung nennt Fortune auch Anthropic, und die Verwaltungsräte von SpaceX und Tesla prüfen in Sonderausschüssen eine Fusion, ohne Struktur und Zeitplan.Quelle lesen · techcrunch.com
- OpenAI kauft Orchestra Bio für seine Life-Science-Plattform RosalindDas Start-up baut KI-Agenten für die Betriebsarbeit von Biotech-Firmen, etwa Terminprobleme klinischer Studien, und geht in Rosalind auf, zu deren Kunden laut OpenAI Moderna und Novo Nordisk gehören (20.10., Preis unbekannt). Am selben Tag wie Anthropics Skorpion-Studie: Beide Labore drängen in die Biologie.Quelle lesen · the-decoder.com
- Nscale und Anthropic sollen vor einem zweiten Rechenvertrag über 45 Mrd. Dollar stehenLaut Bloomberg (über TechCrunch, 19.10.) wäre es die Wiederholung eines gleich großen Vertrags von Ende August, zugleich stößt Nscales Börsengang bei Investor:innen auf Widerstand gegen die angestrebten 30 Mrd. Dollar Bewertung. Nach dem verspäteten Norwegen-Rechenzentrum aus der letzten Ausgabe genau die Sorte junger Betreiber, vor der Anthropics Prospekt warnt.Quelle lesen · techcrunch.com
- Eka wird nach 150 Mio. Dollar mit 1,45 Mrd. bewertet, für einen Greifroboter, der Kraft fühltEka Robotics (MIT-Professor Pulkit Agrawal, Ex-DeepMind-Forscher Tuomas Haarnoja) holt die Series A unter Führung von a16z und F-Prime (20.10.); das Modell arbeitet vor allem mit Kraftsignalen, der Greifer kostet unter 1.000 Dollar und schafft laut Eka rund 1.500 Gegenstände pro Stunde. Firmenangaben, der Robotiker Kris Hauser zweifelt, ob das ein Jahr am Fließband durchhält.Quelle lesen · techcrunch.com
- Arda, die Firma von Ex-OpenAI-Forschungschef Bob McGrew, holt 160 Mio. Dollar bei 1,5 Mrd. BewertungArda hilft laut McGrew Herstellern, manuelle Montagelinien zu planen und zu betreiben, Designpartner war ein Jahr lang Anduril, als Nächstes sollen automatisierte Linien kommen, die sich so schnell umbauen lassen wie menschliche Arbeit (20.10.). Selbstangabe zum Start, die Runde ist nicht unabhängig bestätigt.Quelle lesen · X
- Tenstorrent holt 1,5 Mrd. Dollar bei 6,2 Mrd. BewertungDie Chipfirma von Jim Keller baut Chips fürs Betreiben offener Modelle und für Videogenerierung und ist mehr als doppelt so viel wert wie Ende 2024, angeführt haben Trace Capital und Innovation X (19.10.). Geld für eine Alternative zu Nvidia, genau dort, wo offene Modelle laufen sollen.Quelle lesen · techcrunch.com
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Längere Perspektiven

- Ethan Mollick: „30 Months on the Exponential (in Charts)“Zum Start seines Buchs „Co-Existence“ zeigt Mollick in Diagrammen, die er mit Opus 5.5 bauen ließ, den Fortschritt seit Anfang 2024: 180 Modelle sind heute besser als GPT-4 zum Start, 19 davon laufen auf dem Smartphone, und die messbare Aufgabenlänge stieg von 4 Minuten auf 17 Arbeitsstunden (20.10.). Neben Centaur und Cyborg führt er den „Conjurer“ ein, der Agenten herbeiruft und dabei die Kontrolle über das Wie verliert.Quelle lesen · oneusefulthing.org
- Jack Clark vor dem IWF: Die Singularität habe begonnenIn der Per-Jacobsson-Vorlesung vor Ökonom:innen, Banker:innen und Politik (17.10., Text am 19.10.) sagt der Anthropic-Mitgründer, es gebe „convincing evidence“, dass die Singularität begonnen habe, und fordert Strom, Rechenzentren, Aufsicht über KI-getriebene Forschung und „unusual and serious rules“. Die Fortsetzung seiner Prognose aus der Ausgabe vom 16.10., diesmal vor dem Publikum, das über Geld und Zinsen entscheidet; die Zahlen stammen aus dem eigenen Haus.Quelle lesen · importai.substack.com
- Hassabis: AGI in zwei bis drei Jahren, laut WSJ-ProfilLaut einem Profil im Wall Street Journal rechnet der DeepMind-Chef mit AGI in zwei bis drei Jahren statt zuvor drei bis fünf; sein Prüfstein bleibt der „Einstein-Test“: Könnte ein System mit Wissen bis 1901 die Arbeiten von 1905 selbst herleiten? Aus zweiter Hand, ob die Spanne sein Wortlaut ist, lässt sich hinter der Bezahlschranke nicht prüfen.Quelle lesen · the-decoder.com
07 / 3 Meldungen
Darüber spricht X
Timeline-Claims: Meinungen, Selbstauskünfte, Herstellerangaben. Kein verifizierter Journalismus.

- Dario Amodei antwortet dem Kritiker Nathan Calvin: Fehler eingeräumt, Kurs verteidigtAnthropics Chef räumt ein, dass einige von Calvins Beispielen Fehler waren, hält aber am „race to the top“ fest und zählt neun teure Sicherheitsentscheidungen auf, von strengen Bio-Filtern bis zum 5-Prozent-Fonds (21.10.); man nähere sich dem Punkt, an dem Sicherheit mit dem Tempo kaum noch Schritt halte. Selbstdarstellung des CEO.Quelle lesen · X
- Omnii-1: KI-entworfene Phagen sollen erstmals einem Patienten gegeben worden seinEric Nguyen schreibt (20.10.), das Genom-Sprachmodell Omnii-1 habe die ersten KI-generierten Bakteriophagen entworfen, die ein Mensch mit antibiotikaresistenter Infektion im Härtefallprogramm bekam. Selbstangabe: Firma, Patient und Ergebnis nennt der Post nicht, eine Studie ist nicht auffindbar.Quelle lesen · X
- Jim Fan gibt Flora frei: offene Modelle, die Rohvideos zu Robotik-Trainingsdaten machenDer Nvidia-Forscher verspricht „Astra-level performance at 125x lower cost“, im eigenen Labor beschrifte Flora täglich 200.000 Stunden Video auf 500 GPUs (20.10.). Eigenangaben.Quelle lesen · X
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Gossip
Meinung und Spekulation, als solche zu lesen.

- Altman soll intern drei Endspiele fürs KI-Rennen skizziert habenLaut The Information (Bezahlschranke) stellte Sam Altman Beschäftigten drei Wege vor: eine globale Aufsicht nach Vorbild der Atomenergiebehörde IAEA, die er bevorzuge, ein gemeinsames Labor nach CERN-Vorbild oder den „Eliezer-Plan“, bei dem die erste Firma mit sich selbst verbessernder KI allen anderen die GPUs „schmilzt“. Nicht an der Quelle geprüft, aber auffällig: Auch Amodei redet in dieser Woche vom „Pacing“.Quelle lesen · theinformation.com
- Musk will jedem Kind in Amerika eine SpaceX-Aktie schenkenMusk schrieb am 19.10., er werde nächstes Jahr jedem Kind in Amerika eine seiner SpaceX-Aktien schenken, „the first of many“, kurz nachdem er Anthropic geraten hatte, die Fonds-Anteile gleich der Öffentlichkeit zu geben. Wie und über welche Konten, sagt der Post nicht.Quelle lesen · X
09 / 2 Meldungen
Kurz notiert – was kommt

- 2. Dezember: Ende der Schonfrist für die KI-Kennzeichnung nach der EU-KI-VerordnungGenerative KI-Systeme, die schon vor dem 2. August 2026 auf dem Markt waren, müssen ihre Ausgaben dann maschinenlesbar als KI-erzeugt markieren (Art. 50 Abs. 2), für später gestartete gilt das schon, und das KI-Gremium der EU hat am 17.09. keine Verlängerung gewährt. Quelle ist eine Fachnote der Cloud Security Alliance, keine Rechtsberatung.Quelle lesen · labs.cloudsecurityalliance.org
- Anfang 2027: Nvidias DSX PODs, Rechenzentren aus dem ContainerAuf der GTC in Berlin (21.10.) stellte Nvidia komplette Vera-Rubin-Rechenzentren als Referenzdesign in modularen Containern vor, im Werk montiert und geprüft, die an einem vorbereiteten Standort in „as little as 14 days“ statt sechs Monaten ans Netz gehen sollen; Partner wie Dell, HPE, Lenovo und Schneider Electric sollen Anfang 2027 liefern. Herstellerangaben.Quelle lesen · nvidianews.nvidia.com
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