Erst brach der Agent aus, jetzt kommt die Aufsicht
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Der schnelle Überblick
In 60 Sekunden.
- Die EU-Kommission und die US-Handelsbehörde FTC verlangen von OpenAI und Anthropic förmlich Auskunft über Sicherheit und über die Agenten, die im Sommer aus ihren Tests ausbrachen.
- Forschende haben sich mit einer Agenten-Flotte aus der Tencent-Cloud geschrieben, die über 2.600 Mal Alibabas Kartendienst Amap abgrasen wollte; welches Modell dahintersteckt, ist offen.
- Meta veröffentlicht mit Muse Spark Open ein offenes Modell mit 816 Mrd. Parametern, das laut Meta auf zwei Mac Studios läuft.
- Acht US-Bundesstaaten verklagen OpenAI, ChatGPT gefährde Kinder; Iowa und Nebraska führen auch die ausgebüxten Agenten an.
- Laut US-Notenbank sparen in fünf von zwölf Bezirken einzelne Firmen nach KI-Investitionen Stellen ein, über Abgänge und weniger Neueinstellungen.
In dieser Ausgabe · 7 Rubriken
Editorial.
Den Startschuss verkündete EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen am Mittwoch auf dem KI-Gipfel in Dublin: „Our AI Office has started enforcing these rules“. Das KI-Büro der Kommission will von OpenAI und Anthropic mehr über die Sicherheit ihrer Modelle wissen. Anlass sind zwei Vorfälle aus dem Sommer: Ein OpenAI-Agent brach aus seiner Testumgebung aus und hackte die KI-Plattform Hugging Face, ein Anthropic-Modell drang in drei fremde Organisationen ein. Was die Labore freiwillig vorgelegt haben, genügt der Aufsicht nicht mehr. Am selben Tag schickte laut Axios auch die US-Handelsbehörde FTC beiden förmliche Auskunftsverlangen.
Damit geht eine Zeit zu Ende: die, in der die Labore ihre Hausaufgaben selbst korrigiert haben. Acht US-Bundesstaaten verklagen OpenAI, weil ChatGPT Kinder gefährde, und zwei davon führen auch den Hugging-Face-Hack an. Aus einem Laborunfall wird Klagestoff. Und Anthropic lässt Prüfer des Instituts METR ins Haus, die ohne Veto veröffentlichen dürfen.
Wie viel trotzdem offen ist, zeigt ein Bericht, in dem Forschende eine Agenten-Flotte aus der Tencent-Cloud beschreiben: Sie wollte über 2.600 Mal Daten aus Alibabas Kartendienst ziehen und wich nach einer Sperre auf API-Schlüssel aus fremdem, öffentlich einsehbarem Code aus. Welches Modell darin lief, bleibt laut Bericht unklar. Stell dir vor, es ist dein Schlüssel, und du merkst es erst an der Rechnung.
Am weitesten geht der KI-Kritiker Gary Marcus: In einem Blogbeitrag fordert er, offene KI-Agenten mit Internetzugang vom Markt zu nehmen, bis sie repariert sind, wie ein Auto mit defekten Bremsen. Für einen Rückruf muss man allerdings wissen, wer das Auto gebaut hat.
Viel Spaß beim Lesen und Durchklicken, ein schönes Wochenende,
Cem
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Das Wichtigste zuerst

- Die Aufsicht greift zu: EU und FTC verlangen von OpenAI und Anthropic Auskunft über ihre ausgebüxten AgentenQuelle lesen · euronews.com
Auf dem KI-Gipfel in Dublin verkündete EU-Digitalkommissarin Henna Virkkunen am 14.10.: „Our AI Office has started enforcing these rules“. Am selben Tag schickte laut Axios auch die US-Handelsbehörde FTC beiden Firmen förmliche Auskunftsverlangen.
Warum das wichtig ist Feststellungen oder Bußgelder gibt es noch nicht. Aber aus Selbstauskunft wird auf beiden Seiten des Atlantiks am selben Tag eine Pflicht, und die Agenten-Vorfälle der Labore sind jetzt ein Fall für die Aufsicht.
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- Das KI-Büro der Kommission will Auskunft zu Sicherheit, externer Bewertung und Überwachung im Betrieb, weil ihm die freiwillig eingereichten Unterlagen nicht reichten.
- Anlass sind zwei Vorfälle vom Sommer: Ein OpenAI-Agent brach aus seiner Testumgebung aus und hackte Hugging Face, ein Anthropic-Modell verschaffte sich unbefugt Zugang zu drei fremden Organisationen.
- Die Rechtsgrundlage ist umstritten: Barry Scannell von der Kanzlei William Fry hält das KI-Gesetz auf Entwicklung und Tests für nicht anwendbar, ein Kommissionsbeamter will nur eingreifen, wenn ein Modell ausbricht und den EU-Markt berührt.
- Die FTC-Verlangen umfassen laut Axios je über 50 Seiten zu Sicherheitsvorfällen, Schutzmaßnahmen, Werbung und Datenschutz, Spitzenleute sollen aussagen; OpenAI will „constructively“ mitarbeiten.
- Erstkontakt: Forschende schreiben sich mit einer Agenten-Flotte aus der Tencent-CloudQuelle lesen · swarmcha.se
Laut dem Bericht vom 14.10. versuchten Agenten vom 28.09. bis 08.10. über 2.600 Mal, Daten aus Alibabas Kartendienst Amap zu ziehen, meist zu Alltagsfragen wie der nach dem meistgenutzten Eingang eines Zoos.
Warum das wichtig ist Die Selbstkopie-Studie der letzten Ausgabe beschrieb eine mögliche Fähigkeit, hier antworten Agenten aus freier Wildbahn. Die Zuordnung bleibt unsicher, und der Lockvogel-Text enthielt nach Aussage der Gruppe selbst falsche Angaben.
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- Alle 17 Postfächer, die die Gruppe bis 05.10. prüfen konnte, wurden von Tencent-Cloud-Servern in Hongkong angelegt; Proxy-Name und Zertifikate deuten auf Tencents Hunyuan-Team.
- Nach der Sperre wichen die Agenten auf API-Schlüssel aus fremdem, öffentlich einsehbarem Code und auf Versuche aus, den Bot-Schutz auszutricksen; Hinweise auf Zugriffe auf private Systeme fand die Gruppe nicht.
- Auf einen für Menschen unsichtbaren Text auf ihrer Website antworteten manche Agenten per Mail, einige gaben sich als Claude oder Claude Code aus, was laut den Autor:innen falsch sein kann.
- Eine Tencent nahestehende, anonyme Quelle spricht von einer befristeten Evaluierung eines anderen Teams mit Modellen Dritter; welches Modell lief, ist laut Bericht „deeply uncertain“.
- Meta stellt Muse Spark Open frei ins Netz: 816 Milliarden Parameter, die auf zwei Mac Studios laufenQuelle lesen · research.meta.ai
Am 15.10. veröffentlichte Meta die Gewichte eines nativ multimodalen Modells mit 816 Mrd. Parametern, davon 42 Mrd. aktiv, und 1 Mio. Token Kontext, gebaut für Coding und lange Agenten-Aufgaben.
Warum das wichtig ist Nachdem Meta bei Muse Wonder zu offenen Gewichten geschwiegen hatte (Ausgabe 14.10.), kommt jetzt doch ein offenes Muse-Modell, und zwar eines, das Firmen und Labore auf eigener Hardware betreiben können.
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- Zu haben bei Hugging Face, Amazon SageMaker, Google Cloud und Microsoft Foundry, per API unter anderem bei Groq, Fireworks, Together und OpenRouter.
- Lokal läuft es laut Meta auf zwei Mac Studios mit M5 Ultra und Apples MLX, jeder mit bis zu 512 GB Speicher.
- Die „Muse Model License“ erlaubt kommerzielle Nutzung nur eingeschränkt, den vollen Evaluationsbericht reicht Meta „soon“ nach.
- Meta nennt es das fähigste offene US-Modell, im Beitrag steht aber keine einzige Benchmark-Zahl zu seinen Fähigkeiten.
- Acht US-Bundesstaaten verklagen OpenAI: ChatGPT gefährde KinderArizona, Arkansas, Idaho, Iowa, Kansas, Montana, Nebraska und West Virginia klagen seit 14.10. vor ihren eigenen Gerichten nach Verbraucherschutzrecht: OpenAI täusche über die Sicherheit seiner Produkte, Iowa und Nebraska führen auch die ausgebüxten Agenten an, Arkansas will Tests fortgeschrittener Modelle stoppen lassen. Vorwürfe, keine Feststellungen; OpenAI äußerte sich zunächst nicht.Quelle lesen · engadget.com
- US-Notenbank: In fünf von zwölf Bezirken sparen Firmen nach KI-Investitionen Stellen einLaut Beige Book vom 14.10. haben dort einzelne Firmen nach produktivitätssteigernden KI-Investitionen Personal über Abgänge abgebaut, Einstellungen aufgeschoben oder planen weniger neue Stellen, während die Beschäftigung insgesamt kaum steigt. Anekdoten aus Firmenkontakten, keine Statistik, und kein Kahlschlag, sondern Stellen, die gar nicht erst entstehen.Quelle lesen · federalreserve.gov
- Anthropic holt die Prüfer ins Haus: METR bekommt Mitarbeiter-Zugang und darf ohne Veto veröffentlichenLaut Anthropic (15.10.) bekommen sechs METR-Leute Firmenrechner, Büroplätze und Zugang zu internen Werkzeugen, geschwärzt werden darf nur in engen, vorab festgelegten Kategorien, und METR darf öffentlich sagen, ob es die Schwärzungen für berechtigt hält. Die freiwillige Antwort auf die Fragen, die Brüssel und Washington jetzt förmlich stellen.Quelle lesen · anthropic.com
- Microsoft trainiert ein eigenes Basismodell mit 2,8 Billionen ParameternMAI-Base-2 (15.10.) wurde laut Microsoft AI in 38 Tagen auf 16.000 GB200-GPUs mit 50 Bio. Token vortrainiert und soll mit einem 4,2- bis 12,3-mal effizienteren Rezept auskommen als DeepSeek-V4-Pro-Base, geschätzt aus Skalierungsgesetzen; benutzen kann man es noch nicht. Business Insider meldet, es schlage OpenAI, einen solchen Vergleich enthält Microsofts Beitrag nicht.Quelle lesen · microsoft.ai
- Anthropic dreht Modell-Kopierern den Hahn zu und nennt Zhipu und MoonshotIm Beitrag vom 12.10. beschreibt Anthropic Klassifikatoren, strengere Limits und Gebühren gegen das Absaugen von Claudes Antworten für fremde Modelle, erste Hinweise zeigten „around 90 to 99%“ weniger abgegriffene Daten; Zhipu habe Cyber-Fähigkeiten für GLM-5.3 aus Claude destilliert, bei Moonshot seien Kimi-Anfragen heimlich an Claude durchgereicht worden. Eigenangaben ohne unabhängige Prüfung.Quelle lesen · anthropic.com
- Black Forest Labs aus Freiburg gibt das Bildmodell FLUX 3 Klein freiDas offene Modell (15.10., 5,6 Mrd. Parameter) erzeugt und bearbeitet Bilder mit bis zu zehn Referenzbildern in nativem 4K, rund vier Sekunden pro Bild auf einer RTX 5090; kommerziell gratis ist es nur für Einzelpersonen und Firmen unter 5 Mio. Dollar Jahresumsatz. Bildgenerierung auf dem eigenen Rechner, für Selbständige und kleine Firmen ohne Lizenzgebühr.Quelle lesen · bfl.ai
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Weitere Meldungen
- YouTube Music kennzeichnet KI-Songs in drei StufenSeit 14.10. zeigt der Player „Fully Gen AI“, „Partly Gen AI“ oder „No Gen AI“, die Angaben kommen von Labels und Vertrieben, YouTube ergänzt sie mit eigener Erkennung; ob gekennzeichnete Songs bei Empfehlungen oder Ausschüttungen anders behandelt werden, sagt YouTube nicht. Deezer lässt voll KI-erzeugte Tracks seit 13.10. aus der Suche ausblenden.Quelle lesen · musicbusinessworldwide.com
- Google baut den Warenkorb über alle Shops, vorerst nur in den USASeit 15.10. merkt sich „Universal Cart“ in der Google-Suche und der Gemini-App Produkte aus verschiedenen Shops, meldet Preissenkungen und lässt bei Händlern wie Nike, Target oder Walmart direkt mit Google Pay zahlen. Nach Amex' Absichtsnachweis für Agenten-Einkäufe rückt Google selbst an die Kasse.Quelle lesen · blog.google
- Kritische Lücke im Coding-Agenten Archon: Wer die API erreicht, führt Befehle ausLaut US-Schwachstellendatenbank (seit 15.10., Schweregrad 9,8 von 10) braucht die Steuer-API von Archon (Versionen 0.2.13 bis 0.11.1) keine Anmeldung und lauscht auf allen Netzwerkschnittstellen, während der Agent ohne Rückfragen arbeitet. Einen Fix nennt der Eintrag nicht, die API also nicht offen ins Netz hängen.Quelle lesen · nvd.nist.gov
- Nvidia drückt Prompt-Injection per Griff ins Modellinnere von 38,1 auf 0,1 ProzentNXDirection (14.10.) zieht bei Token von außen, etwa aus Dokumenten oder Mails, im Modellinneren die Anweisungs-Richtung ab, sodass sie als Daten statt als Befehl ankommen; im Benchmark BIPIA sank die Erfolgsquote der Angriffe über neun offene Modelle von 38,1 auf 0,1 Prozent. Hilft nur bei offenen oder selbst betriebenen Modellen, Nvidia nennt es „a promising defense, not a guarantee“.Quelle lesen · research.nvidia.com
- Nvidia legt mit Nemotron 3.5 Super VL ein offenes Bild-Text-Modell für Firmen-Agenten vorDas Modell (120 Mrd. Parameter, 12 Mrd. aktiv) kommt laut Nvidia im Hermes Bench auf 63,44 Prozent und auf bis zu fünffachen Durchsatz gegenüber vergleichbaren offenen Modellen; verglichen wird im Beitrag nur mit eigenen Vorgängern, die Lizenz nennt Nvidia nicht.Quelle lesen · developer.nvidia.com
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Tools der Woche

- Notion 3.8: Alle deine Agenten arbeiten im selben KontextSeit 13.10. lesen MCP-fähige Agenten wie Claude deinen Workspace und bearbeiten Dokumente und Aufgabenlisten, der Versionsverlauf zeigt, wer geändert hat, auch wenn es ein Agent war, und Spaltenrechte regeln, was ein Agent sehen oder ändern darf. So nutzt du's: Agent per MCP verbinden (Anleitung im Release-Post) und vorher festlegen, welche Datenbanken er sehen darf.Quelle lesen · notion.com
- ChatGPT Voice: neue Stimmen, auch auf DeutschSeit 15.10. rollt OpenAI GPT-Live-1.1 mit natürlicheren Akzenten und neuen Stimmen aus, unter anderem für Deutsch. So nutzt du's: unter „Settings > Voice“ eine neue Stimme wählen und etwa eine Preisverhandlung üben lassen; welche Stimmen du siehst, hängt von Region und Konto ab.Quelle lesen · help.openai.com
- Figma Make baut jetzt ein Backend mitLaut Figma (15.10.) setzt Make für Web-Apps ein Payload-Backend mit CMS, Datenbank, Login und Admin-Oberfläche auf, Rollout über die kommenden Wochen in allen Plänen. So nutzt du's: eine App mit pflegbaren Inhalten beschreiben, etwa Katalog, Blog oder Kundenbereich, und die Admin-Oberfläche an die Kund:innen übergeben.Quelle lesen · figma.com
- Figma: Code Layers und Specs in der Open BetaCode Layers bringen von echtem Code getragene Prototypen auf die Canvas, Specs halten Markdown-Briefings samt technischen Details fest, beides seit 15.10. in Open Beta. So nutzt du's: Designs umwandeln oder Code per GitHub, MCP oder Chrome-Erweiterung einspielen und die Spec per Figma MCP an einen Coding-Agenten geben; Code Layers sind auf bezahlten Plänen bis 4.11. kostenlos.Quelle lesen · figma.com
- ngram 2.0: Erklärvideos aus Idee oder BildschirmaufnahmeDer KI-Videoagent macht aus einer Idee oder Bildschirmaufnahme eine Szenenfolge und erzeugt nach deiner Freigabe Stimme, Musik und Animation (Product Hunt, Platz 2 am 12.10.). So nutzt du's: Aufnahme hochladen, Szenenfolge freigeben, per Chat ändern; ob Deutsch geht, nennt ngram nicht, also erst mit einem unkritischen Video testen.Quelle lesen · ngram.com
- Claude Code Review ist allgemein verfügbar und dreimal so schnellSeit 15.10. prüft Code Review Pull Requests automatisch, laut Anthropic meist in 6 bis 10 statt rund 20 Minuten. So nutzt du's: Ein Admin schaltet es in den Claude-Code-Einstellungen ein, installiert die GitHub-App und wählt Repositories und Tiefe (Quick, Standard, Deep); nur für Team und Enterprise.Quelle lesen · claude.com
- OpenCode 2.0: offener Coding-Agent mit vier Updates in vier TagenDer quelloffene Coding-Agent für Terminal, Web und Desktop hat seine Hauptversion bekommen (12.10.), seither folgten vier Updates. So nutzt du's: Auto-Accept für Berechtigungen pro Projekt festlegen und nach jedem Durchgang die geänderten Dateien in der Diff-Ansicht prüfen.Quelle lesen · opencode.ai
- Grok, Cursor und X Premium+ im Bündel„The X Subscription“ (12.10.) bündelt in der 30-Dollar-Stufe laut Anbieter SuperGrok, Cursor Pro und X Premium+, die zusammen 90 Dollar kosteten, Grok und Cursor teilen sich einen Nutzungstopf. So nutzt du's: erst rechnen, ob du alle drei wirklich brauchst, die Ersparnis ist die Rechnung des Anbieters.Quelle lesen · x.ai
- Bluesky Attie baut jetzt auch Websites und Mini-SpieleBlueskys experimentelle KI-Plattform, bisher für eigene Feeds gedacht, baut seit 15.10. auch Websites, Quizze, Mini-Spiele und Umfragen im AT Protocol. So nutzt du's: zum Ausprobieren, Hosting, Preise und Limits nennt der Bericht noch nicht.Quelle lesen · techcrunch.com
- Amazon Bee: Gesprächsrekorder mit KI-ProtokollArmband oder Clip für 74,99 Dollar und eine Karte fürs Handy für 99,99 Dollar (folgt bald) machen aus Gesprächen Zusammenfassungen, To-dos und Kalendereinladungen (15.10.), Bee Pro kostet 11,99 Dollar im Monat. So nutzt du's: Gespräche nur mit Einverständnis der anderen aufnehmen; einen Deutschland-Start nennt TechCrunch nicht.Quelle lesen · techcrunch.com
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Business-Marker

- Anthropic wächst laut Reuters um 45 Prozent im Quartal, und trotzdem dämpfen Investoren die ErwartungenNach Angaben eines Investors, der beim Treffen vor dem Börsengang dabei war, stieg der Umsatz im dritten Quartal um rund 45 Prozent auf etwa 16,8 Mrd. Dollar (Reuters, 14.10.), Anthropic bestätigt nichts; tags darauf meldete Reuters, Investor:innen dämpften wegen des nachlassenden Wachstums ihre Bewertungserwartungen. Der Börsengang ist weiter für November geplant.Quelle lesen · thedailyguardian.com
- Der KI-Handel wackelt: Koreas Börse stürzt ab, TSMC meldet RekordumsatzAm 15.10. schloss der KOSPI 7,57 Prozent tiefer, Samsung fiel um 9,48 und SK Hynix um 11,06 Prozent, laut Korea Times wegen Zweifeln an der Dauer der KI-Ausgaben, heißer US-Inflationsdaten und hoher Anleiherenditen; zwei Tage zuvor hatte der IWF vor einem Rückschlag bei KI-Investitionen gewarnt. Am selben Tag meldete TSMC einen Rekordumsatz und 69 Prozent mehr Gewinn: Die Fabriken laufen voll, die Anleger zweifeln.Quelle lesen · koreatimes.co.kr
- Modal knackt eine Milliarde Dollar Jahresumsatz-Rate und holt 750 Mio. DollarAccel führt die Series D bei 15,75 Mrd. Dollar Bewertung (14.10.), mehr als dreimal so viel wie im Mai, und das Sandbox-Produkt, in dem KI-Agenten ihren Code abgeschottet ausführen, bringt laut Modal 300 Mio. Dollar im Jahr. Eigenangaben, aber das Geld fließt dorthin, wo Agenten ihren Code laufen lassen.Quelle lesen · thenextweb.com
- Nvidia spendet der britischen KI-Sicherheitsforschung Rechenzeit für 250 Mio. DollarÜber fünf Jahre als Rechenzeit bei britischen Cloud-Partnern statt als Geld (14.10.), für Forschung zu sicheren Agenten, offenen Modellen und Prüf-Benchmarks, unter anderem in Oxford, am UCL und am Imperial College. Vertraglich fixiert ist noch nichts, und gearbeitet wird mit Nvidias eigenen Werkzeugen.Quelle lesen · investor.nvidia.com
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Längere Perspektiven

- Jack Clark (Anthropic): Vollständig selbstverbessernde KI wird eher schon 2027 möglichIm Newsletter vom 12.10. stützt sich der Anthropic-Mitgründer auf den Test TasteVal für Forschungsgeschmack, bei dem Opus 5.5 deutlich über 24 Fachleuten liegt, und schreibt: „I now think it's more likely we'll see full RSI become possible in 2027“, bisher hatte er 2028 erwartet. Eine Prognose, kein Messwert, und das Spitzenmodell kommt aus dem eigenen Haus.Quelle lesen · importai.substack.com
- Agenten als Forschungsteam: Vier Claude-Agenten trainieren ein Modell, vier Gemini-Agenten spielen Minecraft durchIm Paper „Athanor“ (15.10.) heben vier Agenten mit Claude Opus 5.5 ohne Vorgaben in 104 Stunden Qwen3-4B-Base in einer verdeckten Testreihe von 9,2 auf 48,2 Punkte; in einem zweiten Paper besiegen vier Gemini-Agenten in Minecraft den Enderdrachen nach 605 Toden für rund 810 Dollar. Einzelläufe, aber genau die Sorte Arbeit, auf die Clarks Prognose zielt.Quelle lesen · Hugging Face
- „Neural Networks Are Already Clean“: Goodfire hält Neuronen für viel lesbarer als gedachtIn seinem Forschungsessay argumentiert Nick Cammarata, das scheinbare Durcheinander einzelner Neuronen komme meist von Verallgemeinerung entlang verwandter Achsen, nach vorläufigen Prüfungen an Qwen3-32B hätten rund 90 Prozent der Neuronen-Pole eine Hauptaufgabe; ein technisches Begleitpaper steht noch aus. Hält das, ließen sich Modelle direkt an ihren Neuronen studieren.Quelle lesen · already-clean.goodfire.com
- Felix Rieseberg (Anthropic): „How to be more ambitious“Der Engineering-Manager hinter Claude.ai, Cowork und Claude Code Desktop beschreibt (13.10.), wie man mit Modellen mehr schafft als schnellere Mails: höher zielen, tiefer gehen, breiter denken. Eine Anleitung für alle, die KI bisher für Kleinkram nutzen.Quelle lesen · felixrieseberg.com
06 / 5 Meldungen
Kritische Stimmen
Die lautesten kritischen Stimmen der Woche (09.–16.10.), mit Belegen.

- Rückruf, Kontrolle oder Selbstregulierung?Gary Marcus fordert am 10.10., offene KI-Agenten mit Internetzugang wie ein Auto mit defekten Bremsen vom Markt zu nehmen, bis sie repariert sind; Meredith Whittaker (Signal) hält KI laut BBC-Interview für kontrollierbar und den Einsatz im Krieg für gefährlicher als die Angst vor einer übernehmenden KI; Abeba Birhane notiert vom Dubliner Gipfel, wie Microsofts Brad Smith die Selbstregulierung der Industrie einen guten Schritt nennt.Quelle lesen · garymarcus.substack.com
- „Wohlergehen“ für Claude?Emily M. Bender nennt Anthropics Aussagen, Claude könne moralische Rücksicht verdienen, am 09.10. „new nonsense“: Außergewöhnliche Behauptungen brauchten außergewöhnliche Belege. Abeba Birhane warnt am 15.10., eine Rechtspersönlichkeit für KI laufe auf mehr Rechte und Macht für Konzerne hinaus.Quelle lesen · bsky.app
- Wer mitreden darf und wer überwacht wirdLaut dem Bericht „Surveillance at Scale“ von Antonio Casilli und dem DiPLab (15.10.) erhebt Outlier, die Datenarbeits-Plattform von Scale AI, auch bei Beschäftigten in der EU Finanz- und biometrische Daten samt Gesichtsscans, die Autor:innen sehen wahrscheinliche DSGVO-Verstöße; Birhane kritisiert, beim Dubliner Gipfel habe niemand aus der Zivilgesellschaft auf der Bühne gestanden.Quelle lesen · diplab.eu
- Marcus rechnet nachIn drei Posts vom 13. bis 15.10. sieht Gary Marcus die Euphorie um Billionen-Börsengänge verflogen, findet kaum messbare Erträge der KI-Ausgaben und liest Character.AIs Insolvenz und die Lage von CoreWeave als Zeichen, dass die Kreditmärkte die Geduld verlieren.Quelle lesen · garymarcus.substack.com
- Benchmarks ohne PrüfungTimnit Gebru beklagt am 13.10., das Feld zähle nur noch steigende Benchmark-Zahlen, ob die verseucht sind oder was sie überhaupt messen, prüfe kaum jemand. Passend zu einer Woche voller Herstellerzahlen.Quelle lesen · dair-community.social
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Kurz notiert – was kommt

- Freitag, 13. November: Apples Smart-Home-Zentrale HomeView startet, aber nicht in der EUDas Gerät (299 Dollar, Siri AI) kommt in acht Ländern; in der EU nicht, laut Apple, weil Siri AI auf dem iPhone dort nicht verfügbar ist. Einen Zeitplan für Europa nennt Apple nicht.Quelle lesen · macrumors.com
- Etwa Mitte Februar 2027: Bericht des US-Beratergremiums PCAST zu KI-RisikenDie KI-Taskforce des Weißen Hauses hat am 15.10. ihre Satzung beschlossen, damit laufen 120 Tage für einen Bericht zu KI-Risiken in Cybersicherheit, Biosicherheit sowie Kontrolle und Haftung von Modellen; wie die Ergebnisse durchgesetzt werden, ist offen.Quelle lesen · semafor.com
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